12.05.2010

Scharfer Blick – Schöne Beine – Entspannte Tage

Aktion Meditech stellt moderne und schonende Technologien zur Behandlung von Fehlsichtigkeiten, Krampfadern und extremen Regelblutungen vor

Scharfer Blick – Schöne Beine – Entspannte TageEltville, 12. Mai 2010 (Aktion Meditech)
Unter dem Titel „Von Kopf bis Fuß auf Heilung eingestellt“ fand Ende April in Hamburg das 6. Medien-Seminar der Aktion Meditech statt. Neben der modernen Augenchirurgie bei Fehlsichtigkeiten und aktuellen Entwicklungen in der Behandlung von Krampfadern, wurde auch ein sehr persönliches Thema besprochen: Gravierende Folgen von extremen Regelblutungen auf den Alltag und die Gesundheit betroffener Frauen. Die persönlichen Beweggründe für eine Behandlung mit den vorgestellten Verfahren veranschaulichten drei Patientinnen auf eindrückliche Art und Weise, indem sie ihre Geschichten erzählten. Vorträge von namhaften Experten sorgten zudem für den wissenschaftlichen Hintergrund. Eine im Anschluss stattfindende Ausstellung machte die neuen Technologien – künstliche Linsen, Radiofrequenzkatheter und Uterusballon – im wahrsten Sinne des Wortes für die Zuhörer greifbar.

Jeder zweite Deutsche hat Probleme mit dem Sehen. Entweder durch Kurz- oder Weitsichtigkeit, eine Hornhautverkrümmung oder den Grauen Star. Augenleiden kann man heute mit modernen Methoden – etwa Laserverfahren – schnell und komplikationsarm begegnen, doch manchmal stoßen diese an ihre Grenzen. „Dann bieten Linsen-Implantate beste Aussichten auf ein Leben ohne Brille oder Kontaktlinsen“, erklärte Dr. Anja Liekfeld, Augenärztin aus Potsdam, während des Seminars. Bei der Verwendung von Intraokularlinsen (IOL) gibt es mehrere Verfahren, die stets ambulant und unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Bei einer Methode platziert der Operateur eine so genannte phake IOL vor der natürlichen Linse und befestigt sie an der Iris oder im Randbereich der Augenvorderkammer. Kosmetisch sind die Linsen nicht sichtbar und können jederzeit wieder entfernt werden. Bei einem anderen Verfahren – zum Beispiel auch bei der Therapie des Grauen Stars – wird die (erkrankte) körpereigene Linse entfernt und durch eine Monofokal- oder Multifokallinse ersetzt. Mit letzterer können zwei Schärfebereiche gleichzeitig scharf abgebildet werden, also Kurz- und Weitsichtigkeit korrigiert werden. Für diese Variante hatte sich auch Sibylle Rosenfeld (66) aus Potsdam entschieden. Die Rentnerin berichtet während des Seminars von ihren positiven Erfahrungen mit den künstlichen Linsen, bezeichnet das Operationsergebnis gar als „Wunder.“ Und sie gesteht: „Am Anfang wollte ich es einfach nicht glauben, wie gut das Ergebnis ist. Sicherheitshalber habe ich immer noch meine Brille auf den Nachttisch gelegt. Das mache ich heute natürlich nicht mehr.“

Die Rocksaison beginnt

Fast ein Viertel aller Bundesbürger zwischen 18 und 79 Jahren haben Krampfadern, Frauen sind davon vier Mal häufiger betroffen als Männer. Das klassische Behandlungsverfahren, das so genannte „Stripping“, wird dabei zunehmend von schonenderen endoluminalen Verfahren abgelöst: Die modernste dieser Methoden ist die Radiofrequenztherapie. Dabei wird ein Radiofrequenzkatheter in die defekte Vene eingeführt und bis zur Leiste vorgeschoben. Ein an der Spitze des Katheters befindliches, sieben Zentimeter langes Segment wird anschließend auf 120 Grad Celsius erhitzt und verödet so die betroffene Venenwand. Anschließend wird der Katheter zurückgezogen und der nächste Abschnitt behandelt, solange bis die Vene auf der gesamten Strecke verschlossen ist. „Die Energie wirkt dabei immer nur in der Vene. Umliegendes Gewebe wird geschont, wodurch weniger Beschwerden und praktisch keine Narben auftreten“, erläutert Dr. Jens Alm, Gefäßchirurg aus Hamburg die Vorteile der Methode. Gute Argumente, die auch Birgit Baller (60) aus Hamburg, überzeugten. Aus Angst vor einem offenen Bein als Folge der Krampfadern oder auch einer Thrombose, wie ihre Mutter sie erlitten hatte, ließ sie sich Ende März von Dr. Alm mit der sanften Methode behandeln. Mit sehr guten Ergebnissen. Die Buchhalterin freut sich: „Endlich keine Schmerzen mehr. Und, was ich besonders toll finde: Ich trage wieder Röcke – der Sommer kann also kommen!“

Eine Ausnahme-Regel

Etwa jede fünfte Frau zwischen 35 und 55 Jahren leidet unter ihrer Menstruationsblutung, die überdurchschnittlich lange andauern kann oder aber auch sehr stark ist. Mit gravierenden Folgen für den Alltag: „Die Betroffenen müssen täglich mehr als fünf Mal ihre Binden wechseln, ein Tampon ist bei ihnen in weniger als zwei Stunden vollgesogen“, beschreibt Professor Dieter Kranzfelder, Gynäkologe aus Würzburg das Dilemma. An ein normales, entspanntes Leben sei während „der Tage“ dann nicht mehr zu denken. Viele Frauen isolierten sich in der Zeit aus Angst vor peinlichen Zwischenfällen. Anstelle einer Gebärmutterentfernung – die bislang bei Frauen, deren Kinderwunsch abgeschlossen war, häufig vorgenommen wurde – können Gynäkologen mittlerweile bei diesen Frauen die krankhafte Gebärmutterschleimhaut mittels Hitzeeinwirkung unter lokaler Betäubung oder leichter Narkose veröden. Die Wärmeübertragung erfolgt über einen elastischen Uterusballon, der über die Scheide in die Gebärmutter eingeführt wird. „Die Wärme dringt in die Schleimhaut ein,wodurch die zwei Schichten im Inneren der Gebärmutter, die für die monatlichen Blutungen verantwortlich sind, gezielt abgelöst werden“, beschreibt der Experte das Verfahren. Wichtig dabei: Die Gebärmutter als Gesamtorgan bleibt unversehrt und erhalten, eine Schwangerschaft ist allerdings nicht mehr möglich. Eine ideale Methode für Andrea Schneider (37), Gymnasiallehrerin aus Würzburg. Die vierfache Mutter litt unter sehr starken Blutungen, die einen normalen Alltag unmöglich machten und die sich auch auf ihre Gesundheit auswirkten: Ihr Eisenspeicher war durch die Blutungen leer. „Ich fühle mich ständig müde und schlapp. Eisenpräparate haben nicht geholfen. Meine Frauenärztin empfahl mir dann das Uterusballon-Verfahren.“ Mit Erfolg: Die junge Frau fühlt sich heute „wunderbar, beschwerdefrei“ und rät jeder Betroffenen, sich mit dem behandelten Arzt über die Beschwerden offen zu unterhalten und sie „nicht zu tabuisieren.“ Denn der Gewinn an Lebensqualität durch den erfolgreichen Eingriff, sei unbezahlbar, sagte Schneider.
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