01.01.2004

Horst Matthes

"Obwohl ich älter werde, geht es bergauf!"

Horst MatthesHorst Matthes, 59 Jahre, verheiratet, drei Kinder, lebt in Kochel am See in Oberbayern. Im Rahmen einer Studie bekam er zur Behandlung seiner koronaren Herzerkrankung einen Stent mit einer speziellen Medikamentenbeschichtung eingesetzt. Heute, drei Jahre später, sind seine Befunde noch immer einwandfrei, d.h. es hat sich keine Restenose (Wiederverengung) gebildet.

Wie hat sich Ihre Herzerkrankung bemerkbar gemacht?

Mit Ende vierzig ging mein Blutdruck stark in die Höhe. Nach einer Kur in Bad Nauheim wurde ich medikamentös gut eingestellt. Doch irgendwann merkte ich, dass sich etwas verändert: Schon bei kleinen körperlichen Anstrengungen geriet ich außer Atem, war schnell erschöpft und hatte oft unangenehmes Herzrasen. Vor vier Jahren, nach einem Hörsturz, untersuchte mein Arzt, Dr. Peter Litzba, mich sehr gründlich und sagte: "Die Pumpe schlägt nicht so, wie sie sollte." Ich bin ihm bis heute dankbar, dass er mich sofort zu Professor Dr. Sigmund Silber nach München überwies.

Hatten Sie Bedenken, an der Studie teilzunehmen?

Nein, ich hatte großes Vertrauen zu Prof. Silber, der mir alles genau erklärt hat. Ein etwa 15 mm langes Stück einer Herzarterie war durch Ablagerungen verstopft. Dieser Abschnitt wurde von innen mit einem Ballon geweitet und dann mit einem Stent abgestützt. Das Legen des Katheters war ganz problemlos. Spannend war, dass Prof. Silber selbst nicht wusste, ob er mir einen beschichteten oder einen "normalen" Stent eingesetzt hat - es war ja eine doppelblinde Studie. Hinterher war mir zunächst alles recht: Ich war einfach froh und dankbar, denn ich fühlte mich deutlich besser!

Aber bei der Kontrolluntersuchung, sechs Monate später, war ich schon nervös und hatte Angst, dass das Gefäß schon wieder zugewachsen sei. Unnötig, das Ergebnis war rundum positiv! Kurze Zeit darauf wurde mir per Brief mitgeteilt, dass ich zu den 50 % der Studien-Patienten gehöre, die den Medikamente-beschichteten Stent erhalten haben. Ich war wirklich überrascht, weil ich überhaupt keine Nebenwirkungen gespürt hatte und deshalb dachte, ich hätte einen "normalen" Stent bekommen!

Wie geht es Ihnen heute, drei Jahre danach?

Richtig gut: Obwohl ich älter werde, geht es bergauf! Natürlich muss man auch selbst etwas dafür tun, vor allem in Bewegung bleiben. Wir haben seit kurzem einen großen Hund, und ich liebe es, ausgedehnte Spaziergänge mit ihm zu machen - ohne Atemnot! Ich habe viel über die Medikamente-freisetzenden Stents gelesen und freue mich, einer der lebenden Beweise zu sein, dass diese kleinen Helfer auch langfristig sicher wirken. Alle Nachuntersuchungen waren absolut einwandfrei, die Arterie ist noch immer offen. Jetzt gehe ich nur noch regelmäßig zum Belastungs-EKG und zur Blutabnahme. Ich bin dankbar, dass mir erneute Behandlungen oder sogar eine Bypass-Operation erspart geblieben sind.
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