01.03.2006

Daniel Haag

"Die richtige Entscheidung getroffen"

Daniel HaagDer 27-jährige Daniel Haag ist Angestellter und lebt in Schwäbisch Gmünd. Vor knapp einem Jahr wurde ein Loch in seinem Herzen verschlossen.

Das Taubheitsgefühl kam ganz plötzlich. Daniel Haag saß mit seiner Freundin am Mittagstisch, als er die Kontrolle über seine rechte Hand verlor. Das Messer glitt ihm aus der Hand und sein Atem wurde schwer. "Ich geh mal an die frische Luft", sagte er in der Hoffnung, die Symptome würden verschwinden. Doch als sich die Taubheit über Arm und Schulter bis zu Mund und Zunge ausbreitete, fuhr der damals 26-Jährige ins Krankenhaus. Was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: er hatte die "Vorstufe" eines Schlaganfalls erlebt, eine transitorische ischämische Attacke (TIA).

Weil Daniel Haags Bruder im Alter von 27 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben war, vermuteten die Ärzte anfangs auch bei ihm einen Infarkt. Sie wussten nicht, dass die außergewöhnlich schwere Migräne-Attacke, die Daniel in der Vergangenheit erlitten hatte, auf einen Defekt im Herzen hinweisen kann. Um die Ursachen genauer zu untersuchen, schickten die Ärzte ihn in die neurologische Klinik in Göppingen. Dort fand man mittels Ultraschall schließlich das Loch in seiner Herzscheidewand. Der medizinische Ausdruck für dieses Phänomen ist persistierendes Foramen ovale, kurz PFO. Schnell stand fest, dass das PFO von einem Spezialisten verschlossen werden muss. Daniel Haag entschied sich für den Frankfurter Kardiologen Prof. Horst Sievert.

Er hatte Glück im Unglück, denn auf seinen Termin beim renommierten Herzspezialisten musste er nicht lange warten. Der 30-minütige Eingriff bei lokaler Betäubung war für Daniel Haag schon deshalb ein ungewöhnliches Ereignis, weil er im Rahmen eines Symposiums durchgeführt wurde und er den Verschluss seines PFO per Ankerschirmchen zusammen mit einigen Wissenschaftern live am Bildschirm verfolgen konnte. Zwei Tage später war er bereits wieder zu Hause.

Heute fühlt sich Daniel Haag vollkommen gesund. Den Eingriff am Herzen hat er ohne Komplikationen überstanden. Aus seiner damaligen Freundin ist inzwischen seine Frau geworden, und auch sonst führt er wieder ein ganz normales Leben: "Die Entscheidung für Prof. Sievert und den innovativen Eingriff war definitiv richtig!" Dass er auf seine Cholesterinwerte achten muss, hindert ihn nicht daran, optimistisch in die Zukunft zu blicken.
Besuchen Sie uns auf Facebook Besuchen Sie uns auf Twitter