19.05.2011

Schlaganfall: Ein lebensbedrohliches Ereignis

Lähmungen, Sprachstörungen, Depressionen – die Folgen eines Schlaganfalls (Apoplex) sind für die Betroffenen und ihre Familie meist schwer zu bewältigen. Trotz medizinischen Fortschritts fallen in Deutschland jährlich rund 165.000 Menschen einem Hirnschlag zum Opfer. Mehr als ein Drittel stirbt daran. Wer ihn überlebt, trägt häufig schwere Schäden davon.

Die Gründe für die plötzlich auftretenden Schlaganfälle sind unterschiedlich. Beim ischämischen Schlaganfall verstopfen kleine Blutgerinnsel die Gefäße im Gehirn, so dass die Nervenzellen der betroffenen Region nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden und absterben. In 15 Prozent der Fälle verursacht das Platzen eines Blutgefäßes den Schlaganfall ("blutiger" Schlaganfall). Dabei treten größere Mengen Blut aus dem Gefäß aus und erzeugen einen starken Druck auf das umliegende Gewebe, das dadurch erheblich geschädigt wird.

Patienten, die ihren ersten Schlaganfall glimpflich überstanden haben, müssen mit einem weiteren, gefährlicheren Hirninfarkt rechnen: 10 % aller Betroffenen erleiden bereits innerhalb von 12 Monaten den nächsten. Um dieses Risiko besser einzugrenzen, ist eine gründliche Erforschung der Ursachen wichtig. Scheiden die gängigen Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Arterienverkalkung, Diabetes, Herzerkrankungen, Übergewicht, übermäßiger Alkoholkonsum oder Rauchen als Erklärung aus, kann der Arzt prüfen, ob der Patient ein "Loch" im Herzen hat. Denn Löcher im Herzen können Schlaganfälle begünstigen.
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