19.05.2011

Innovative Medizintechnologie gegen chronische Schmerzen

Bis an die Schmerzgrenze?
Millionen Menschen leiden unter chronischen Schmerzen. Die bekanntesten Formen sind Rückenbeschwerden, Kopfschmerzen und Migräne. Auch Krebspatienten oder Menschen, die sich bei einem Unfall oder im Zuge einer Operation Gewebsverletzungen zugezogen haben, werden von dauerhaften, meist schweren Schmerzen geplagt. Die Beschwerden dieser chronisch Schmerzkranken unterscheiden sich von den Akutschmerzen, die "Normalbürger" kennen, vor allem durch ihre Beständigkeit. Chronische Schmerzen halten selbst dann an, wenn ihre Ursache beseitigt wurde. Dadurch verlieren sie ihre ursprüngliche Warn- bzw. Schutzfunktion – sie werden zur Krankheit.

Die Lebensqualität der Betroffenen ließe sich in vielen Fällen verbessern, wenn ihre Schmerzen frühzeitig gelindert würden. Denn unser Nervensystem bildet ein "Schmerzgedächtnis", wenn Beschwerden über einen längeren Zeitraum anhalten. Ist dieses Schmerzgedächtnis erst einmal entwickelt, können Physiotherapie, Tabletten oder starke Schmerzmittel immer weniger ausrichten. Die Patienten werden zu schwer behandelbaren Fällen.

Man vermutet, dass es in Deutschland rund 1 Million dieser "austherapierten" Schmerzkranken gibt. Nach Einschätzung der Präsidentin der Deutschen Schmerzliga, Dr. Marianne Koch, suchen die Betroffenen meist zahlreiche Ärzte auf, ohne dass diese ihnen wirklich helfen können. Leidenswege von acht bis zehn Jahren sind nach Einschätzung Kochs keine Seltenheit. Trotzdem gibt es Hoffnung: Die Neuromodulation bietet Menschen mit heftigen chronischen Schmerzen zwei therapeutische Verfahren - die häufig die Erwartungen der Patienten sogar übertreffen.
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