Zur Startseite der Aktion Meditech

Navigation

Zu wenig Ärzte sind gegen Grippe geimpft 24.10.2017    

Berlin – In der Saison 2016/2017 gab es eine schwere Grippewelle, die vor allem ältere Menschen stark getroffen hat. Das zeigt der neue Influenza-Saisonbericht, den das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlicht hat. Ein Grund sind mit 35 Prozent die geringen Impfquoten in dieser Gruppe, sagt Prof. Dr. Lothar H. Wieler, Präsident des RKI. Aber auch Ärzte und Pflegekräfte lassen sich selten impfen.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeimpfung insbesondere Menschen mit einem erhöhten Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Dies sind vor allem Personen über 60 Jahre, chronisch Erkrankte und Schwangere. Die Impfung kann mit einem tri- oder tetravalenten Influenza-Impfstoff erfolgen (drei bzw. vier Komponenten). Auch medizinisches und pflegerisches Personal sollte sich aufgrund seiner beruflichen Exposition impfen lassen, lautet die STIKO-Empfehlung. Neben dem Eigenschutz stehe hier insbesondere auch der Schutz der behandelten Patienten oder betreuten Personen im Vordergrund. „Die Impfquoten sind jedoch auch beim Medizinpersonal nach wie vor zu niedrig“, kritisiert das RKI. Eine in zwei Universitätskliniken durchgeführte Pilotstudie des Instituts ergab, dass nur knapp 40 Prozent der Klinikmitarbeiter geimpft waren, 56 Prozent bei den Ärzten, 34 Prozent des Pflegepersonals und 27 Prozent bei therapeutischen Berufen.
„Die wichtigsten Ansprechpersonen bei der Impfaufklärung sind nach unseren Studiendaten die behandelnden Ärztinnen und Ärzte sowie das medizinische Personal. Diese Berufsgruppen sollten mit gutem Beispiel vorangehen, sich selbst auch gegen Grippe impfen lassen und diese Information weitergeben“, empfiehlt Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
Prof. Dr. Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), erläutert das Angebot unterschiedlicher Wirkstoffe. „Neben den Impfstoffen zur intramuskulären Injektion in den Oberarm gibt es in dieser Saison auch einen Impfstoff, der auch unter die Haut, also subkutan, injiziert werden kann. Zusätzlich gibt es einen Nasenspray-Impfstoff für Kinder und Jugendliche ab einem Lebensalter von zwei bis einschließlich 17 Jahren und einen Impfstoff für Personen über 65 Jahren mit Wirkverstärker.“ Drei tetravalente Influenza-Impfstoffe stünden in dieser Saison zur Verfügung, die gegen alle kursierenden Hauptstämme des Influenzavirus schützen können.

Nachrichten

03.07.2018

Schaufensterkrankheit: Mit minimal-invasivem Eingriff schwerwiegende Folgen vermeiden

Eltville – Nicht nur die Gefäße des Herzens können von Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose) betroffen sein, sondern auch die der Extremitäten: Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) – auch als Schaufensterkrankheit bekannt – sollte so früh wie möglich diagnostiziert und... Details
28.06.2018

Herzinfarkt: Schnellstmögliche Behandlung entscheidend

Eltville – Rund 300.000 Menschen erleiden jedes Jahr in Deutschland einen Herzinfarkt. In den meisten Fällen wird dieser durch eine Verengung oder einen kompletten Verschluss einer Herzkranzader ausgelöst. Beim Herzinfarkt wird das Herz nicht mehr ausreichend mit sauerstoffreichem Blut versorgt.... Details
23.05.2018

Schlaganfall-Risiko Vorhofflimmern: Frühzeitige Diagnose und Therapie wichtig

Eltville – Herzrhythmusstörungen treten in der Bevölkerung relativ häufig auf, mit Vorhofflimmern als häufigster Form. Durch diese Form des Flimmerns pumpt das Herz weniger Blut. Es können sich Blutgerinnsel im linken Vorhof bilden und in das Gehirn gelangen, wo sie ein Blutgefäß verstopfen... Details
17.05.2018

Inkontinenz: Mit elektrischen Impulsen gegen den Drang

Eltville – Zwischen sieben und acht Millionen Frauen und Männer sind in Deutschland von Inkontinenz betroffen: Sie können entweder ihren Harndrang nicht mehr kontrollieren oder haben eine Schließmuskelschwäche des Afters. Harn- und Stuhlinkontinenz sind in der Öffentlichkeit jedoch häufig... Details
14.11.2017

Volkskrankheiten auf dem Vormarsch: Moderne Medizintechnologie rettet Leben

Eltville – Der medizintechnische Fortschritt hilft, die Herausforderungen durch den demografischen Wandel zu meistern: Im Kampf gegen Volkskrankheiten wie Diabetes, Herzschwäche oder Durchblutungsstörungen spielen medizintechnologische Verfahren eine entscheidende Rolle. Moderne Untersuchungs-... Details

Verwandte Inhalte

15.11.2016

Aktion Meditech Medien-Seminar: Gesundheit für Herz und Gefäße

Hamburg – Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland nach wie vor die häufigste Todesursache. Bei der Therapie von Herzerkrankungen profitieren Patienten von innovativen Medizintechnologien. Der medizintechnische Fortschritt ermöglicht schonendere Verfahren und eine bessere Versorgung, wie... Details
18.08.2016

„Ohne medizintechnische Innovationen würde es die moderne Herzchirurgie nicht geben“

In unserem Interview erläutert Professor Dr. med. Ralf Seipelt, Chefarzt der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie der SHG Kliniken Völklingen, den Nutzen fortwährender medizintechnischer Innovationen in der Herzchirurgie unter anderem am Beispiel der TAVI.
Wie wichtig sind medizintechnische... Details
08.06.2016

Flüssigkeitstherapie auf dem OP-Tisch

Während einer Operation und auf der Intensivstation ist die lückenlose Überwachung der Herz- und Kreislauffunktion eines Patienten wesentlich. Um darüber hinaus möglichen Komplikationen vorzubeugen, wird auch empfohlen, das Flüssigkeitsvolumen des Patienten rund um die Operation in einem... Details
23.02.2015

Neue Leitlinie Adipositas-Chirurgie – oder: Kann man Diabetes chirurgisch heilen?

Menschen mit krankhafter Adipositas können – rein technisch betrachtet – schon seit Jahrzehnten chirurgisch behandelt werden. Bei allen entsprechenden Verfahren geht es um zweierlei: Das Magenvolumen für die Nahrungsaufnahme zu verkleinern (Restriktion) und die Aufnahme von Nährstoffen –... Details

Diese Web Seite ist von der Health On the Net Stiftung akkreditiert: Klicken Sie, um dies zu überprüfen Barrierefrei nach W3C "Web Content Accessi- bility Guidelines 1.0", Stufe A.