Zur Startseite der Aktion Meditech

Navigation

Schmerzversorgung: Fachgebietsegoismus macht Patienten zum Spielball 18.04.2017    

Berlin – „In den letzten Jahren ist nichts vorangegangen, außer, dass die Zahl der Patienten offensichtlich wächst“, konstatiert Dr. Gerhard H. H. Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS), auf dem 2. Nationalen Versorgungsforum Schmerz. 3,4 Millionen chronische Schmerzpatienten gibt es in Deutschland mittlerweile. Ein „Facharzt für Schmerzmedizin“ müsse her.

Schmerzversorgung: Fachgebietsegoismus macht Patienten zum SpielballSeit Jahren propagiere die DGS, dass sich die Medizin dem Bedarf der Patienten anpassen müsse, und nicht andersherum. „In diesem System leben wir aber leider. Die Patienten sollen entweder neurologische oder orthopädische Patienten sein“, kritisiert Müller-Schwefe. Die Kommunikation der beteiligten Behandler oder eine interdisziplinäre Versorgung sei so aber nicht möglich. „Wir brauchen neue Konzepte.“ Der Facharzt für Schmerzmedizin sei hier die richtige Antwort auf das Versorgungsproblem. „Hier scheitern wir aber seit vielen Jahren, weil Fachgebietsegoismen größer sind als die Versorgungsnotwendigkeit“, lautet die Kritik des DGS-Präsidenten. Jedes Fachgebiet proklamiere nach wie vor die Schmerzpatienten für sich. An diesen Grenzen würden die Betroffenen permanent scheitern, „und wir scheitern, weil wir glauben, den Patienten fachübergreifend versorgen zu müssen, aber nicht können“.
Der Präsident der Deutschen Schmerzliga (DSL), Dr. Michael A. Überall, vergleicht die Versorgungssituation mit einem Fußballspiel – es gebe viele verschiedene Spieler und einen Ball, der symbolisch für den hin und her getretenen Schmerzpatienten stehe. „Und die Politik, die sitzt auf der Tribüne. Sie spielt keine Rolle in diesem Spiel, gibt aber die Regeln und Grenzen vor“, kritisiert Überall. Sein Resümee: „Ein Systemversagen an allen Fronten.“ Mögliche Lösungsansätze würden zwischen den Partikularinteressen widerstrebender Parteien, Verbände, Kassen und Ärzteorganisationen so lange zerrieben, „bis sie nur mehr in homöopathischer Form Eingang in das deutsche Gesundheitssystem finden“.

Nachrichten

25.04.2017

Defibrillatorweste schützt wirksam vor dem plötzlichen Herztod

Eltville – Der plötzliche Herztod (PHT) ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Die einzige wirksame Behandlung ist die Defibrillation. Patienten mit einem dauerhaften PHT-Risiko werden in der Regel mit einem implantierbaren Cardioverter Defibrillator (ICD) versorgt. Für Patienten... Details
11.04.2017

Gefährliche Blutgerinnsel: Thrombose und Lungenembolie

Eltville – Die Lungenembolie ist nach Herzinfarkt und Schlaganfall die dritthäufigste zum Tode führende Herz-Kreislauf-Erkrankung. Sie wird häufig durch eine tiefe Venenthrombose in einer unteren Extremität verursacht. Eine Lungenembolie muss immer im Krankenhaus behandelt werden. Dort kommen... Details
16.03.2017

Ein dickes Problem: Adipositas und Diabetes

Eltville – Nach dem aktuellen Deutschen Gesundheitsbericht Diabetes 2017 liegt Deutschland mit einer absoluten Anzahl von 6,5 Millionen Menschen mit Diabetes mellitus im europäischen Vergleich an zweiter Stelle. Rund 95 Prozent der Betroffenen sind dabei an Typ-2-Diabetes erkrankt. Dieser ist... Details
15.11.2016

Gesundheit für Herz und Gefäße: Fortwährende medizintechnische Innovationen retten Leben

Eltville – Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland nach wie vor die häufigste Todesursache. Bei der Therapie von Herzerkrankungen profitieren Patienten von innovativen Medizintechnologien. Der medizintechnische Fortschritt ermöglicht schonendere Verfahren und eine bessere Versorgung, wie... Details
23.09.2016

Schonende medizintechnische Verfahren für das Herz

Eltville – Am 29. September 2016 ist Weltherztag. Die Initiative der World Heart Federation (WHF) soll zu der Frage anregen, was jeder Einzelne tun kann, um Risiken für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung oder einem Schlaganfall vorzubeugen. Nach Schätzungen sind Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung... Details

Verwandte Inhalte

22.05.2017

Bessere Examensergebnisse durch Tablet-PCs

Berlin – In einer aktuellen Untersuchung kommen Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin zu dem Schluss: Tabletbasierte, multimedial unterstützte Ausbildung führt im Vergleich zu konventionellen Lernmethoden zu besseren Ergebnissen bei medizinischen Examen. Die... Details
22.05.2017

Laumann fordert Recht auf eigene Patientenakte

Berlin – Der Patientenbeauftragte und Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Staatssekretär Karl-Josef Laumann, tritt dafür ein, dass Patienten jederzeit auf ihre eigenen Behandlungsdaten zugreifen können. Traurig gestimmt habe ihn das Verhalten der Krankenkassen bei der Ausschreibung von... Details
22.05.2017

BVMed hält Open-House-Modell für unzulässig

Berlin – Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) hält „Open-House-Verträge“ von Krankenkassen in der Hilfsmittelversorgung für unzulässig. Sie dürften nicht durch einseitige Vorgaben von Vertragsinhalten den Willen des Gesetzgebers durch die gerade erst verabschiedete... Details
15.11.2016

Aktion Meditech Medien-Seminar: Gesundheit für Herz und Gefäße

Hamburg – Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland nach wie vor die häufigste Todesursache. Bei der Therapie von Herzerkrankungen profitieren Patienten von innovativen Medizintechnologien. Der medizintechnische Fortschritt ermöglicht schonendere Verfahren und eine bessere Versorgung, wie... Details

Diese Web Seite ist von der Health On the Net Stiftung akkreditiert: Klicken Sie, um dies zu überprüfen Barrierefrei nach W3C "Web Content Accessi- bility Guidelines 1.0", Stufe A.