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KBV will Praxissoftware selbst anpassen 20.02.2017    

Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) treibt die Sorge um, dass mit der Einführung des Arztinformationssystems hohe Zusatzkosten auf die Vertragsärzte zukommt. Ein Grund für den KBV-Chef Dr. Andreas Gassen in einem Brief an Gesundheitsminister Hermann Gröhe zu fordern, die gesetzlichen Rahmenbedingungen so zu ändern, dass die KBV selbst die Praxisverwaltungssoftware entwickeln kann.

„Gerade auch damit könnte nicht nachvollziehbaren Kostenforderungen durch Softwareanbieter sachgerecht begegnet werden“, argumentiert Gassen im Brief.
Bereits die Einführung des bundeseinheitlichen Medikationsplans hätte gezeigt, dass durch die nötigen Anpassungen bei der Verordnungssoftware teils deutliche Mehrkosten für Ärzte angefallen sind, die unzumutbar seien. Falls die gesetzliche Krankenversicherung diese Kosten nicht übernimmt, schlägt der Vorstandsvorsitzende alternativ vor, den „Markt der Anbieter von Verordnungssoftware bzw. Arzneimitteldatenbanken“ zu stärken. Durch fehlende Schnittstellen sei dieser massiv eingeschränkt. Gassen erklärt, dass es für einen Vertragsarzt sehr schwer sei, seine Arzneimitteldatenbank zu wechseln, da er dies nur durch einen sehr aufwändigen und teuren Wechsel der gesamten Praxissoftware erreichen könne. Eine weitere Konsequenz dadurch: ein erheblicher Datenverlust.

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