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Fernbehandlungs-Modellprojekte in Baden Württemberg 18.04.2017    

Stuttgart – Die Landesärztekammer Baden-Württemberg hat den Startschuss zur Bewerbungsphase für Fernbehandlungs-Modellprojekte gegeben. „Erstmals in Deutschland gestatten wir, dass ärztliche Behandlungen ausschließlich über Kommunikationsnetze durchgeführt werden. In einer Erprobungsphase wird dies im Rahmen von Modellprojekten geschehen“, sagt Kammerpräsident Dr. Ulrich Clever.

Als eines von zahlreichen denkbaren Modellen schwebe Clever beispielsweise vor, dass baden-württembergische Ärzte außerhalb der Öffnungszeiten von Arztpraxen und unabhängig von Notfallpraxen von Patienten angerufen werden. Nach telefonischer Anamnese und Befunderhebung stellen sie eine Diagnose, führen eine individuelle Beratung durch und leiten die Therapie ein, nötigenfalls auch mit Arzneimittel-Rezeptierung und Krankschreibung. Zum Telefonat gehöre auch die Aufklärung des Patienten über die besonderen Rahmenbedingen der ausschließlichen Fernbehandlung.
Die Führung der Landesärztekammer hat einen umfangreichen Kriterienkatalog erarbeitet, nach dem Bewerbungen beurteilt werden sollen. Der Kammervorstand habe diese Verfahrensregelungen einstimmig beschlossen. Eine der Bedingungen sei beispielsweise, dass der medizinische Standard auch bei Fernbehandlungen eingehalten werden müsse.
Die Landesärztekammer läute mit ihrer Neuregelung einen Paradigmenwechsel in der ärztlichen Behandlung in Deutschland ein, ist der Kammerpräsident überzeugt. „In anderen Ländern ist das längst Versorgungsrealität. Wir reagieren nicht zuletzt auf die große Nachfrage nach derartigen innovativen Lösungen aus den Reihen unserer Mitglieder.“ Der Präsident zeigt sich auch zuversichtlich, dass dem Ärztemangel mit den Modellprojekten ein Stück weit begegnet werden könne.

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