Zur Startseite der Aktion Meditech

Navigation

Flüssigkeitstherapie auf dem OP-Tisch 08.06.2016    

Weniger Komplikationen, raschere Heilung

Während einer Operation und auf der Intensivstation ist die lückenlose Überwachung der Herz- und Kreislauffunktion eines Patienten wesentlich. Um darüber hinaus möglichen Komplikationen vorzubeugen, wird auch empfohlen, das Flüssigkeitsvolumen des Patienten rund um die Operation in einem optimalen Gleichgewicht zu halten. Der Vorteil: Das Gewebe wird bestens mit Sauerstoff versorgt, Komplikationen werden reduziert und die Genesung des Patienten nach der Operation gefördert.

Flüssigkeitstherapie auf dem OP-TischUm Komplikationen nach einer Operation wirksam zu vermeiden, ist eine gezielte Flüssigkeitstherapie rund um die Operation notwendig. Diese wird auch „gezielte perioperative Therapie“ genannt. Im Rahmen der gezielten Flüssigkeitstherapie wird der Flüssigkeitszustand anhand von Messwerten bestimmt und so der Blutfluss in den Gefäßen exakt charakterisiert. Bei Bedarf kann die Flüssigkeitsmenge im Körper dann entsprechend reguliert werden, um die Sauerstoffversorgung des Gewebes zu optimieren. Das Ziel dabei ist es, das Flüssigkeitsvolumen des Patienten in einem Gleichgewicht zu halten, d.h. sowohl ein zu geringes Volumen (Hypovolämie) als auch ein zu hohes Volumen (Hypervolämie) zu vermeiden.
Um die Werte im Rahmen einer gezielten Flüssigkeitstherapie fortlaufend zu überwachen, werden Messgeräte wie etwa der FloTrac-Sensor und der ClearSight Fingercuff eingesetzt.
Bei dem FloTrac-System wird ein Sensor über einen bereits bestehenden Zugang zu einem Blutgefäß direkt mit dem Blutkreislauf verbunden. Da der Katheter-Zugang (ein dünnes Hohlröhrchen) nur wenig in den Körper eindringt, wird das Verfahren auch als minimal-invasiv bezeichnet. Durch das FloTrac-System können Informationen über das Schlagvolumen und die Schlagvolumen-Variation sowie weitere Messwerte ermittelt und auf dem Monitor dargestellt werden. Der FloTrac-Sensor ermöglicht eine exakte Überwachung der wichtigsten Messwerte, die den Blutfluss im Körper des Patienten charakterisieren.
Der ClearSight Fingercuff hingegen wird über eine aufblasbare Manschette am Finger des Patienten anlegt. Es ermöglicht neben der Überwachung des Blutdrucks auch die Messung des Schlagvolumens, der Schlagvolumen-Variation und anderer Werte, ohne in den Körper einzudringen (nicht-invasiv). Die entsprechenden Daten werden auf einem Monitor dargestellt. Der ClearSight Fingercuff kann einem Patienten schnell und einfach angelegt werden, da kein Zugang zu einem Blutgefäß benötigt wird.

Nachrichten

14.11.2017

Volkskrankheiten auf dem Vormarsch: Moderne Medizintechnologie rettet Leben

Eltville – Der medizintechnische Fortschritt hilft, die Herausforderungen durch den demografischen Wandel zu meistern: Im Kampf gegen Volkskrankheiten wie Diabetes, Herzschwäche oder Durchblutungsstörungen spielen medizintechnologische Verfahren eine entscheidende Rolle. Moderne Untersuchungs-... Details
27.07.2017

Aortenklappenstenose: Kathetergestützte Aortenklappenimplantation zeigt weiter Vorteile

Eltville – Die Verengung der Aortenklappe (Aortenklappenstenose) gehört europaweit zu den häufigsten Herzklappenerkrankungen. Sie tritt verschleißbedingt insbesondere im hohen Lebensalter auf. Neben den konventionellen Operationsverfahren bieten minimalinvasive kathetergestützte Techniken eine... Details
30.05.2017

Bauchspiegelungen: Moderne Medizintechnologie ermöglicht dem Arzt räumliches Sehen

Eltville – Chirurgische Eingriffe sind durch die Entwicklung der Bauchspiegelung, auch Laparoskopie genannt, wesentlich risikoärmer für die Patienten geworden. Bei der Laparoskopie werden die Bauchhöhle und die darin liegenden Organe mit speziellen Stablinsen-Optiken durch kleine, vom Chirurgen... Details
25.04.2017

Defibrillatorweste schützt wirksam vor dem plötzlichen Herztod

Eltville – Der plötzliche Herztod (PHT) ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Die einzige wirksame Behandlung ist die Defibrillation. Patienten mit einem dauerhaften PHT-Risiko werden in der Regel mit einem implantierbaren Cardioverter Defibrillator (ICD) versorgt. Für Patienten... Details
11.04.2017

Gefährliche Blutgerinnsel: Thrombose und Lungenembolie

Eltville – Die Lungenembolie ist nach Herzinfarkt und Schlaganfall die dritthäufigste zum Tode führende Herz-Kreislauf-Erkrankung. Sie wird häufig durch eine tiefe Venenthrombose in einer unteren Extremität verursacht. Eine Lungenembolie muss immer im Krankenhaus behandelt werden. Dort kommen... Details

Verwandte Inhalte

23.11.2017

Telematik-Infrastruktur: gematik erteilt erste Zulassungen

Berlin – Die gematik Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte hat die ersten Zulassungen für Produkte und Dienste zum bundesweiten Betrieb des Versichertenstammdaten-Managements erteilt.
Den Zuschlag haben der Konnektor „KoCoBox MED+“ des Unternehmens KoCo Connector, das... Details
15.11.2016

Aktion Meditech Medien-Seminar: Gesundheit für Herz und Gefäße

Hamburg – Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland nach wie vor die häufigste Todesursache. Bei der Therapie von Herzerkrankungen profitieren Patienten von innovativen Medizintechnologien. Der medizintechnische Fortschritt ermöglicht schonendere Verfahren und eine bessere Versorgung, wie... Details
18.08.2016

„Ohne medizintechnische Innovationen würde es die moderne Herzchirurgie nicht geben“

In unserem Interview erläutert Professor Dr. med. Ralf Seipelt, Chefarzt der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie der SHG Kliniken Völklingen, den Nutzen fortwährender medizintechnischer Innovationen in der Herzchirurgie unter anderem am Beispiel der TAVI.
Wie wichtig sind medizintechnische... Details
23.02.2015

Neue Leitlinie Adipositas-Chirurgie – oder: Kann man Diabetes chirurgisch heilen?

Menschen mit krankhafter Adipositas können – rein technisch betrachtet – schon seit Jahrzehnten chirurgisch behandelt werden. Bei allen entsprechenden Verfahren geht es um zweierlei: Das Magenvolumen für die Nahrungsaufnahme zu verkleinern (Restriktion) und die Aufnahme von Nährstoffen –... Details

Diese Web Seite ist von der Health On the Net Stiftung akkreditiert: Klicken Sie, um dies zu überprüfen Barrierefrei nach W3C "Web Content Accessi- bility Guidelines 1.0", Stufe A.