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Verbände schlagen Dialogplattform E-Health vor 11.07.2018    

Berlin – Acht Verbände der industriellen Gesundheitswirtschaft – BIO Deutschland, Bitkom, bvitg, BVMed, SPECTARIS, VDGH, vfa und ZVEI, schlagen in einem Positionspapier eine „Dialogplattform eHealth-Zielbild für Deutschland“ vor. Ziel ist eine stärkere Vernetzung von Politikfeldern und Branchen für eine konsequentere Umsetzung der Digitalisierung anhand einer nationalen eHealth-Strategie.

Die Digitalisierung bedeute ein zunehmendes Zusammenwachsen von Branchen und Produkten ebenso wie von Politikfeldern, insbesondere im Gesundheitswesen, heißt es in dem veröffentlichten Papier. Die beteiligten Verbände schlagen deshalb einen ressort- und branchenübergreifenden Verbändedialog zur Digitalisierung im Gesundheitswesen mit einer zentralen politischen Moderation vor. Eine klare verbindliche politische Federführung sei erforderlich. Umgesetzt werden könnte die Dialogplattform mit drei Stakeholder-Workshops, die alternierend durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie Bildung und Forschung (BMBF) moderiert werden sollten, heißt es. Für eine bessere Anschlussfähigkeit der Diskussion wird vorgeschlagen, dabei jeweils Beobachter aus den anderen Ministerien zu beteiligen. Die Koordination und Zusammenführung der Ergebnisse könnten ferner durch das Bundeskartellamt erfolgen, das bereits eigene Strukturen für die Schnittstellenkoordination vorsehe und erarbeitet habe. Für die Einbindung von Expertenwissen sollten Verbände der Krankenkassen, Selbstverwaltung, Patientenorganisationen, Fachverbände der Industrie sowie relevante Bundesbehörden einbezogen werden.
Ziel sei eine gemeinsame Erarbeitung und Abstimmung eines nationalen eHealth-Zielbildes, dem bestehende politische Strategien oder notwendige neue Strategien zugeordnet werden, ebenso gemeinsam erarbeitete und umgesetzte Aktionspläne. Damit würde für alle Beteiligten die notwendige Orientierung für zielgerichtete Aktionen geschaffen – so die Auffassung der Autoren. Mit dem neuen Dialogformat werde die aktuell nur partiell und branchenspezifisch geführte politische Diskussion möglichst ressourceneffizient und ergebnisorientiert gebündelt.
Die neue Dialogplattform solle noch dieses Jahr ins Leben gerufen werden, um erste Ergebnisse bereits 2019 vorlegen zu können. Die im Koalitionsvertrag festgehaltene Entwicklung eines eHealth-Aktionsplans bis 2020 könnte so konkret unterstützt werden.

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