Zur Startseite der Aktion Meditech

Navigation

Rückkehr in den Beruf: BMG prüft Einführung von Teilkrankengeld 25.10.2018    

Berlin – Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) prüft derzeit die Einführung der Teilarbeitsfähigkeit beziehungsweise des Teilkrankengeldes. Bereits 2016 hatte das Ministerium das IGES-Institut beauftragt, ein Gutachten zu erstellen. Die Ergebnisse liegen nun vor.

Die Wissenschaftler sollten ergründen, ob das Modell der Teilarbeitsfähigkeit und des Teilkrankengeldes Vorteile bringt. Es sieht für Langzeitkranke einen schrittweisen Wiedereinstieg vor. Die Anzahl dieser Versicherten ist in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen. Eine besondere Zunahme sei zum Beispiel bei den psychischen Erkrankungen zu verzeichnen. Ziel des BMG: Für diese Versicherten Rahmenbedingungen für den Erhalt oder die Wiedererlangung ihrer Erwerbsfähigkeit zu schaffen. Die Einführung des Modells sei dabei eine denkbare Option.
Konstatiert werden in der Expertise mit Blick auf Teilarbeitsmodelle in Schweden und Finnland durchweg positive Effekte in Bezug auf eine schnellere Rückkehr in den Beruf, eine höhere Wahrscheinlichkeit einer Rückkehr und eine Vermeidung von Frühverrentung und längerfristiger Arbeitsunfähigkeit. Die stufenweise Wiedereingliederung in Deutschland enthalte zwar bereits zahlreiche Elemente einer Teilkrankschreibung, die Arbeitnehmer seien jedoch weiter voll krankgeschrieben, erhielten weiter volles Krankengeld und hätten keinen Anspruch auf ein Arbeitsentgelt. Die Gutachter empfehlen einen grundlegenden Perspektivwechsel – sehen aber Probleme bei der Umsetzung.
Die finanziellen Entlastungen der Kassen werden von 50 Millionen bis hin zu mehr als einer Milliarde Euro geschätzt, für versicherte Arbeitnehmer auf knapp 16 Millionen Euro bis rund 332 Millionen Euro. Und die Arbeitgeber? Hier bleibt ein großes Fragezeichen. Bei Umsetzung des Konzepts bedürfte es einer Gesetzesregelung, so das BMG.
Vor Kurzem hat auch der Marburger Bund die Einführung einer Arbeitsminderungsbescheinigung vorgeschlagen.

Nachrichten

15.11.2018

Digitale Medizintechnologien ermöglichen individualisierte Gesundheitsversorgung zum Nutzen der Patienten

Eltville – Die fortschreitende Digitalisierung in der Medizin bietet große Chancen, die Gesundheitsversorgung durch eine stärkere Vernetzung aller Beteiligten zu verbessern sowie Qualität und Geschwindigkeit der Diagnostik zu optimieren. Auf einer Veranstaltung der Aktion Meditech in Hamburg... Details
03.07.2018

Schaufensterkrankheit: Mit minimal-invasivem Eingriff schwerwiegende Folgen vermeiden

Eltville – Nicht nur die Gefäße des Herzens können von Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose) betroffen sein, sondern auch die der Extremitäten: Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) – auch als Schaufensterkrankheit bekannt – sollte so früh wie möglich diagnostiziert und... Details
28.06.2018

Herzinfarkt: Schnellstmögliche Behandlung entscheidend

Eltville – Rund 300.000 Menschen erleiden jedes Jahr in Deutschland einen Herzinfarkt. In den meisten Fällen wird dieser durch eine Verengung oder einen kompletten Verschluss einer Herzkranzader ausgelöst. Beim Herzinfarkt wird das Herz nicht mehr ausreichend mit sauerstoffreichem Blut versorgt.... Details
23.05.2018

Schlaganfall-Risiko Vorhofflimmern: Frühzeitige Diagnose und Therapie wichtig

Eltville – Herzrhythmusstörungen treten in der Bevölkerung relativ häufig auf, mit Vorhofflimmern als häufigster Form. Durch diese Form des Flimmerns pumpt das Herz weniger Blut. Es können sich Blutgerinnsel im linken Vorhof bilden und in das Gehirn gelangen, wo sie ein Blutgefäß verstopfen... Details
17.05.2018

Inkontinenz: Mit elektrischen Impulsen gegen den Drang

Eltville – Zwischen sieben und acht Millionen Frauen und Männer sind in Deutschland von Inkontinenz betroffen: Sie können entweder ihren Harndrang nicht mehr kontrollieren oder haben eine Schließmuskelschwäche des Afters. Harn- und Stuhlinkontinenz sind in der Öffentlichkeit jedoch häufig... Details

Verwandte Inhalte

25.10.2018

Damit die Prothese nicht mehr wie ein Fremdkörper wirkt

Freiburg – Ein internationales Forschungsteam mit Freiburger Beteiligung entwickelt eine spezielle Kodierung für Stromimpulse. Mit ihrer Hilfe sollen Prothesen nicht mehr wie Fremdkörper wirken.
Das neue Verfahren ermöglicht es Patienten, mit ihrer Armprothese genauer zu greifen und diese... Details
25.10.2018

Pflegepersonal-Stärkungsgesetz: Kritik an DRG-Regelung

Berlin – Das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz stößt bei Gesundheitsverbänden auf Kritik. Das zeigen die öffentliche Anhörung im Bundesgesundheitsausschuss und die schriftliche Stellungnahme von Experten. Bereits Ende September wurde das Gesetz im Bundestag diskutiert.
Der AOK-Bundesverband... Details
15.11.2016

Aktion Meditech Medien-Seminar: Gesundheit für Herz und Gefäße

Hamburg – Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland nach wie vor die häufigste Todesursache. Bei der Therapie von Herzerkrankungen profitieren Patienten von innovativen Medizintechnologien. Der medizintechnische Fortschritt ermöglicht schonendere Verfahren und eine bessere Versorgung, wie... Details
18.08.2016

„Ohne medizintechnische Innovationen würde es die moderne Herzchirurgie nicht geben“

In unserem Interview erläutert Professor Dr. med. Ralf Seipelt, Chefarzt der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie der SHG Kliniken Völklingen, den Nutzen fortwährender medizintechnischer Innovationen in der Herzchirurgie unter anderem am Beispiel der TAVI.
Wie wichtig sind medizintechnische... Details

Diese Web Seite ist von der Health On the Net Stiftung akkreditiert: Klicken Sie, um dies zu überprüfen Barrierefrei nach W3C "Web Content Accessi- bility Guidelines 1.0", Stufe A.