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Finanzreserven der Krankenkassen wachsen weiter 11.07.2018    

Berlin – Die gesetzlichen Krankenkassen haben im 1. Quartal des Jahres 2018 einen Überschuss von rund 416 Millionen Euro erzielt. Die nun ebenfalls vorliegenden endgültigen Jahresergebnisse 2017 ergeben einen Überschuss von 3,5 Milliarden Euro – rund 350 Millionen Euro mehr als in den vorläufigen Werten ausgewiesen, wie das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) mitteilt.

Damit sind die Finanzreserven der Krankenkassen bis Ende März 2018 auf rund 19,9 Milliarden Euro gestiegen. Dies entspricht im Durchschnitt mehr als einer Monatsausgabe und damit mehr als dem Vierfachen der gesetzlich vorgesehenen Mindestreserve. „Wir liegen mit unserem Versichertenentlastungsgesetz richtig“, sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). „Die Krankenkassen häufen aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage immer weiter Finanzreserven an.“ Es sei richtig, die Rücklagen abzubauen, um Arbeitnehmer und Rentner zu entlasten.
Im 1. Quartal 2018 standen Einnahmen in Höhe von rund 60,1 Milliarden Euro Ausgaben von rund 59,7 Milliarden Euro gegenüber, so das BMG. Damit sind die Einnahmen der Krankenkassen um 3,3 Prozent gestiegen. Die Ausgaben für Leistungen und Verwaltungskosten verzeichneten bei einem Anstieg der Versichertenzahlen von knapp 1,0 Prozent einen Zuwachs von 3,5 Prozent. Der durchschnittlich von den Krankenkassen erhobene Zusatzbeitragssatz lag bei 1,08 Prozent. Der Gesundheitsfonds hatte im 1. Quartal einen saisonüblichen Ausgabenüberhang von rund 2,5 Milliarden Euro. Die Einnahmen des Fonds unterliegen laut BMG erheblichen Schwankungen, da die Mittel von Urlaubs- und Weihnachtsgeldzahlungen dem Fonds erst in der zweiten Jahreshälfte zufließen. Deutlich überproportional sind vor allem die Ausgaben für Heilmittel (8,8 Prozent) sowie für Hilfsmittel (5,5 Prozent) gestiegen, so das Ministerium. Bei Heilmitteln machten sich vor allem die schrittweise erfolgten Honorarerhöhungen aufgrund des Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetzes bemerkbar, die zu einer Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Heilmittelerbringer beitragen.
Im Bereich der vertragsärztlichen Vergütung stiegen die Ausgaben im 1. Quartal um rund 2,9 Prozent, die Ausgaben für Krankenhausbehandlung um moderate 2,1 Prozent und die Ausgaben für Arzneimittel ähnlich wie im Vorjahr um 3,9 Prozent.

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