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Wundversorgungsprodukte sind weiterhin erstattungsfähig 23.11.2017    

Berlin – Moderne Wundversorgungsprodukte sind auch nach Inkrafttreten des Heil- und Hilfsmittel-Versorgungsgesetzes (HHVG) weiterhin uneingeschränkt erstattungsfähig. Darauf weist der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) in einer Mitteilung hin.

Wundversorgungsprodukte sind weiterhin erstattungsfähigAnlass für die Klarstellung sei die „irreführende“ Information der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hessen an ihre Ärzte über die Erstattung von bestimmten Verbandmitteln. Bei der Darstellung der zukünftigen Anforderungen und die noch ausstehende Abgrenzung der Verbandmittel zu ähnlichen Medizinprodukten werde in einem Rundschreiben der KV der Eindruck erweckt, als seien moderne Wundversorgungsprodukte derzeit nicht erstattungsfähig. „Die neuen gesetzlichen Regelungen im Bereich der Verbandmittel sehen Übergangsfristen bis Ende April 2019 vor. Bis dahin ändert sich an der derzeitigen Verschreibungspraxis für Ärzte erst einmal gar nichts“, sagt Daniela Piossek, BVMed-Verbandmittelexpertin.
Darüber hinaus sei die Aussage in dem Schreiben nicht zutreffend, dass Verbandstoffe mit Zusatzeigenschaften künftig ihren Nutzen nachweisen müssten, um erstattungsfähig zu sein. „In der Gesetzesbegründung ist eindeutig erläutert, dass die Verbandmitteleigenschaft gerade nicht entfällt, wenn eine weitere, ergänzende Wirkung besteht, die der Wundheilung dient“, stellt Piossek klar.

Das HHVG legt fest, dass der Gemeinsame Bundesausschuss spätestens bis zum 30. April 2018 Verbandmittel von sonstigen Produkten der Wundbehandlung abgrenzen muss. Diese sonstigen verbandmittelähnlichen Medizinprodukte können wiederum bis zu zwölf Monate nach Bekanntwerden der Abgrenzungsbestimmungen zulasten der Krankenkassen verordnet werden. Mit dieser gesetzlichen Übergangsregelung ändert sich laut BVMed bis voraussichtlich Ende April 2019 nichts an der bisherigen Verordnungspraxis.

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