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Neue Generation von Knochenimplantaten 19.02.2018    

Berlin – Am Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie der Charité – Universitätsmedizin Berlin können Patienten, die große Knochendefekte haben, mit einer individuell angefertigten Titannetzwerkstruktur, einem sogenannten Titan Mesh Scaffold, versorgt werden. Diese neue Generation von Knochenimplantaten fördert eine effektive Heilung.

Hierfür wird ein dreidimensionaler Datensatz des betroffenen Knochens und des Defekts mittels Computertomografie erstellt. Mit einer speziellen Lasertechnik kann daraufhin der entsprechende Titan Mesh Scaffold im 3D-Druckverfahren individuell für den jeweiligen Patienten angefertigt werden. Während der OP wird dieser passgenau in den Knochendefekt eingesetzt. Insgesamt 19 Patienten sind bisher an der Charité mit einem derartigen Implantat versorgt worden, mit zukunftsweisenden Ergebnissen, wie die Mediziner der Charité mitteilen.
Um die Knochenheilung anzuregen, wird der Titan Mesh Scaffold zusätzlich mit körpereigenem Knochen, Wachstumsfaktoren und Knochenersatzmaterial gefüllt. Ob das Design der Titannetzwerke daneben auch mechanisch optimiert und der Heilungsprozess weiter angeregt werden kann, hat ein interdisziplinäres Team um Dr. Anne-Marie Pobloth vom Julius Wolff Institut der Charité geprüft. „Wir haben zunächst am Computermodell ein Scaffold in standardisierter Größe mechanobiologisch weiterentwickelt. Anschließend konnten wir im Großtiermodell den tatsächlichen Einfluss auf die Knochenheilung untersuchen“, erklärt die Fachtierärztin. Der weiterentwickelte Scaffold besteht aus einer sich wiederholenden honigwabenartigen Struktur, die das Einwachsen von Knochengewebe durch Kanäle noch besser leiten soll. Variierende Durchmesser im Inneren der Konstruktion sorgen für unterschiedliche Festigkeitsoptionen. „Es hat sich gezeigt, dass weiche Implantate, die in Kombination mit einem klinisch anerkannten Plattensystem eine höhere mechanische Stimulation der Knochenheilung zulassen, bereits nach drei Monaten auf Röntgenaufnahmen eine schnellere Knochenbildung abbilden als die härteren Varianten“, sagt Unfallchirurg PD Dr. Philipp Schwabe.

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