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Lebensrettende Telemedizin 21.09.2018    

Berlin – Telemedizin rettet das Leben von Herzkranken. So lautet die wohl wichtigste Erkenntnis aus der Fontane-Studie der Berliner Charité-Universitätsmedizin, wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung mitteilt. Das Ministerium hat die fünfjährige Studie mit 10,2 Millionen Euro gefördert.

Lebensrettende TelemedizinAnlässlich des Forschungsprojekts „Gesundheitsregion der Zukunft Nordbrandenburg – Fontane“ hat das Zentrum für kardiovaskuläre Telemedizin der Charité mehr als 1.500 Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz untersucht. Die eine Hälfte telemedizinisch, die andere Hälfte konventionell. „Ziel der Studie war es, die Patienten möglichst lange außerhalb eines Krankenhauses behandeln zu können und die Lebenserwartung sowie die Lebensqualität zu erhöhen“, teilt das Bundesforschungsministerium mit.

Die Studienergebnisse zeigen laut Ministerium, dass die Telemedizinpatienten weniger Tage aufgrund von ungeplanten kardiovaskulären Ereignissen im Krankenhaus verbringen mussten und länger lebten: Bezogen auf die einjährige Studiendauer „verloren“ sie 17,8 Tage im Vergleich zu 24,2 Tagen in der Kontrollgruppe, heißt es. Zudem starben von 100 Herzinsuffizienzpatienten in einem Jahr unter den regulären Bedingungen etwa elf Patienten, mit telemedizinischer Mitbetreuung hingegen etwa acht Patienten. Auch bei den ungeplanten Krankenhaustagen wegen Herzinsuffizienz gab es mit 3,8 gegenüber 5,6 Tagen einen Vorteil für die Telemonitoring-Gruppe, teilt das Ministerium weiter mit. Diese Ergebnisse wurden unabhängig davon erreicht, ob der Patient in einer ländlichen oder in einer urbanen Gegend lebt. „Damit eignet sich die Telemedizin, um regionale Versorgungsunterschiede zwischen Stadt und Land auszugleichen und die Versorgungsqualität insgesamt zu verbessern“, folgert das Ministerium.

Neben der Bundesförderung hat auch das Land Brandenburg die Studie mit 4,5 Millionen Euro für die verwendete Technik unterstützt. Projektpartner sind Getemed Medizin- und Informationstechnik, Deutsche Telekom Healthcare and Security Solutions, Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik, Thermo Fisher Scientific Clinical Diagnostics Brahms sowie die assoziierten Kooperationspartner AOK Nordost und Barmer.

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