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Katheterablation reduziert Sterblichkeit um 44 Prozent 23.11.2017    

Berlin – Früher galt die Katheter-Ablation als alternative Behandlungsmethode für nur wenige Patienten mit Vorhofflimmern. Doch inzwischen setzt eine Trendwende ein, berichten Experten der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) bei den DGK-Herztagen.

Katheterablation reduziert Sterblichkeit um 44 ProzentZur Beseitigung des Vorhofflimmerns stehen laut Dr. Christopher Piorkowski, Sprecher der Arbeitsgruppe Rhythmologie der DGK, zwei Methoden zur Verfügung: Die medikamentöse Therapie und die Katheterablation, bei der die Überleitung der betreffenden elektrischen Impulse verhindert bzw. durch Vernarbung unmöglich gemacht werden soll.
Dass die Ablation einen Nutzen über die Verbesserung der Symptomatik hinaus bringt, habe kürzlich die beim europäischen Kardiologiekongress ESC vorgestellte Studie CASTLE-AF gezeigt, in der es gelangt, die Sterblichkeit im Beobachtungszeitraum um 44 Prozent zu reduzieren. In der Studie wurden 397 Patienten mit Vorhofflimmern und Herzschwäche entweder mit Medikamenten oder mit Ablation behandelt. Alle Patienten trugen einen implantierbaren Defibrillator. Über eine mittlere Beobachtungszeit von 37,8 Monaten kam es bei Patienten nach Ablation deutlich seltener zu kardiovaskulären Todesfällen und Klinikaufnahmen wegen Herzinsuffizienz. Auch die Gesamtmortalität war laut Piorkowski in der Ablations-Gruppe geringer. „Die Studie zeigt, dass die Ablation bei Patienten mit Herzinsuffizienz einen deutlichen Nutzen bringt. Man sollte also bei jedem Patienten mit Vorhofflimmern und Herzschwäche zumindest den Versuch unternehmen, einen normalen Herzrhythmus wiederherzustellen“, sagt Piorkowski.
Offen bleibe jedoch die Frage, ob Patienten nach einer erfolgreichen Katheter-Ablation grundsätzlich weiterhin eine Antikoagulation benötigten. Aktuell werde ein Fortsatz der Therapie empfohlen, weil bezüglich des Auftretens asymptomatischer Vorhofflimmer-Rezidive und des Schlaganfallrisikos noch Unsicherheiten bestehen. „Allerdings liegen retrospektive Daten vor, die nach erfolgreicher Ablation ein sehr niedriges Schlaganfallrisiko zeigen“, so Piorkowski.

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