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Kampf gegen mangelnde Wundversorgung 11.07.2018    

Berlin – Ein neuer Expertenrat hat sich gegründet. Er beschäftigt sich mit der Zukunft der Wundversorgung und ist nach einer Fachveranstaltung des Bundesverbands Medizintechnologie (BVMed) ins Leben gerufen worden. Die Arbeitsgruppe ist interdisziplinär und interprofessionell besetzt.

Kampf gegen mangelnde WundversorgungDie Versorgungslücke in der Wundbehandlung ist da, hält Dr. Wolfgang Paul Tigges, Gefäßchirurg und Chefarzt des Agaplesion Diakonieklinikums Hamburg, fest. Chronische Wunden würden zurzeit oft nur unzureichend therapiert. Um dies zu ändern, hat sich der „Expertenrat Zukunft der Wundversorgung“ gegründet. Er ist auf Anregung des Deutschen Wundrats und der Initiative Chronische Wunden nach dem dritten Wunddialog des Bundesverbands Medizintechnologie (BVMed) in Berlin entstanden.
Dem Rat zufolge leiden fast 900.000 Menschen in Deutschland an einer chronischen Wunde. Wie gut ihr Leiden behandelt werde, hänge oft vom Wohnort, den Fachkenntnissen der behandelnden Ärzte und der Versorgung mit den richtigen Verbandmitteln ab. Die Qualität der Behandlung sei nicht überall in Deutschland gleich, bemängelt der Zusammenschluss.
Die Arbeitsgruppe hat bereits erste Empfehlungen dazu erarbeitet, wie die Zusammenarbeit der verschiedenen Disziplinen und Berufe verbessert werden könnte. So ließen sich bestehende Strukturprobleme bei der Versorgung von Patienten mit chronischen Wunden durch eine gute Vernetzung, verstärkte Netzwerkbildung und standardisierte leitliniengerechte Prozesse lösen, schlagen die Experten vor. Beispiele dafür biete die Behandlung des diabetischen Fußsyndroms. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, konkrete Anregungen für eine Verbesserung der flächendeckenden, strukturierten und qualifizierten Wundversorgung in Deutschland zu geben.
Der Expertenrat setzt sich aus ärztlichen und pflegerischen Wundspezialisten, Vertretern der Kassenärztlichen Vereinigung, Krankenkassen, Politik, der medizinischen und pflegerischen Fachgesellschaften sowie der Medizintechnologie zusammen.

Nachrichten

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