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Gutes Entlassmanagement als Marketing-Faktor 19.03.2018    

Berlin – Leistungserbringer sowie Experten aus Krankenhäusern und Kassen diskutierten auf einer Veranstaltung des Bundesverbands Medizintechnologie (BVMed) die Anforderungen an ein rechtskonformes und erfolgreiches Entlassmanagement von Patienten aus der Klinik in die ambulante Versorgung.

Gutes Entlassmanagement als Marketing-FaktorKritisch sehen die Experten vor allem die zusätzliche Bürokratie, die durch das Entlassmanagement im hektischen Klinikalltag entsteht sowie Verständnisschwierigkeiten bei den Patienten. Zudem werde der Aufwand für die Kliniken trotz zusätzlichen Personal- und IT-Kosten nicht vergütet. Der Datenschutz und die neuen Compliance-Regeln im Gesundheitsbereich erschwerten die Prozesse, ebenso sei es für Kliniken schwierig Krankenkassen zu erreichen. Chancen sehen die Beteiligten jedoch darin, ein vereinfachtes Entlassmanagement auf neue und sichere Möglichkeiten des Datenaustausches (eHealth) zu bauen.
Maren Rohr, Klinische Projektmanagerin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) in Lübeck und Kiel, erläutert anhand eines Maximalversorgers die Vorgaben des Entlassmanagements. Das UKSH sei der einzige Maximalversorger in Schleswig-Holstein. An den zwei Standorten gibt es 80 Kliniken und Institute mit mehr als 107.000 Fällen pro Jahr. Bei mehr als 12.000 Mitarbeitern funktioniere ein solcher Prozess nur „kooperativ und multiprofessionell“. Die Mitarbeiter müssten „sich mit dem Unternehmen identifizieren, um diese Mehrbelastung zu leisten“. Gerade das Einholen der Patienten-Einwilligung sei sehr aufwändig, die Patienten oft überfordert, gerade wenn sie kein Deutsch sprechen. Konkret fordert Rohr hier Unterstützung in Form von übersetzten Formularen, etwa in Türkisch, Kurdisch oder Russisch. Darüber hinaus sei es sehr schwierig und langwierig, in puncto Koordination mit den Krankenkassen in Kontakt zu treten. Oftmals gehe niemand ans Telefon oder die Stationskräfte warteten sehr lange in Warteschleifen. Insgesamt seien am UKSH zusätzlich 23 Vollzeitstellen nötig geworden, um die neuen Vorgaben zu stemmen. „Es ist ein Veränderungsprozess, der dauert. Wir sind Universitätsklinikum und wollen als Vorbild vorangehen“, sagt Rohr. Nicht zuletzt sei ein gelungenes Entlassmanagement ein Marketing-Faktor für die Klinik und Motivation für Patienten und Mitarbeiter.

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