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Endoprothesenregister: Erfassungsrate steigt 23.11.2017    

Berlin – Seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2012 wurden dem Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) Daten zu mehr als 600.000 Operationen übermittelt – jährliche Tendenz steigend. Zwar sei es für mittel- und langfristige Auswertungen noch zu früh, heißt es im kürzlich veröffentlichten zweiten Jahresbericht. Erste richtungsweisende Informationen für Operateure und Implantatehersteller böte das EPRD aber bereits jetzt.

Das Register will langfristig die Qualität der künstlichen Hüft- und Kniegelenke beurteilen und frühzeitig auf mögliche Qualitätsprobleme bei Implantaten oder Versorgungsformen hinweisen. Damit soll die Zahl der vermeidbaren Wechseloperationen verringert werden. Bereits jetzt arbeite das EPRD gemeinsam mit anderen nationalen Registern daran, die Auswertungen immer weiter zu spezifizieren, um das Wissen über Stärken und Schwächen auf Implantate und Versorgungsformen anwenden zu können.
Mit mehr als 245.000 im EPRD dokumentierten Operationen betrug die Erfassungsrate für 2016 etwa 56 Prozent aller in Deutschland durchgeführten endoprothetischen Eingriffe an Knie und Hüfte. Für das laufende Jahr werde eine weitere Steigerung der Erfassungsrate erwartet. Insgesamt 673 Kliniken haben demnach ihre Dokumentationen eingereicht.
Laut der Auswertung der Registerdaten werden in Deutschland Hüftversorgungen mit einem Anteil von 56 Prozent häufiger vorgenommen als Knieversorgungen (44 Prozent). Dies entspreche weitgehend den Gegebenheiten in Kontinentaleuropa.

Das EPRD wird finanziell, organisatorisch und mit Know-how vom Bundesverband Medizintechnologie, dem AOK-Bundesverband und dem Verband der Ersatzkassen unterstützt. Beim Aufbau des Registers hatte sich auch die Deutsche Arthrose-Hilfe engagiert. Vom Bundesministerium für Gesundheit erhielt das EPRD mehrfach Fördermittel.

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