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Amputationen durch richtige Wundauflagen vermeiden 22.08.2017    

Berlin – Durch den gezielten Einsatz von spezialisierten Wundauflagen, die bei offenen Beinen eingesetzt werden, können Amputationen vermieden werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie aus der Fachzeitschrift „Wundmanagement“, auf die der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) hinweist.

In Deutschland ist die Zahl der Amputationen mit 60.000 im Jahr sehr hoch. Etwa 70 Prozent von ihnen sind auf chronische Wunden in Folge des diabetischen Wundsyndroms zurückzuführen. Diese Zahl könnte durch eine geeignete Wundversorgung reduziert werden. Besonders die speziell für sogenannte offene Beine entwickelten Wundauflagen führten zu guten Behandlungserfolgen und verkürzten die Heilungsdauer nachweislich, heißt es in der Studie. Die effektivere Behandlung bis hin zu Wundverschlüssen könne zu weniger operativen Eingriffen wie Amputationen führen, so die Autoren. Darüber hinaus reduziere die kürzere Behandlungsdauer mit den speziellen Wundauflagen die Schmerzen und verbessere somit die Lebensqualität der Betroffenen. Für die Untersuchung haben die Wissenschaftler systematisch die aktuellsten Studien zum Thema ausgewertet.
Wegen der unübersichtlichen Angebote von Wundauflagen schlagen die Autoren eine Zusammenfassung der verschiedenen Effekte für die professionellen Anwender vor. Damit ließen sich die wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse zur korrekten Anwendung moderner Wundauflagen zur Verfügung stellen. Außerdem fordern die Autoren weitere Studien zu dem Thema.

Nachrichten

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