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Versorgungsatlas: Es gibt mehr Rheuma-Patienten als vermutet 19.01.2018    

Berlin – Erst kürzlich hat das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) neue Zahlen zur Diabetesprävalenz in Deutschland präsentiert. Jetzt geben die Experten in ihrem Versorgungsatlas die nächste Hiobsbotschaft bekannt: Die Zahl der Patienten, die an rheumatoider Arthritis (RA) leiden, ist höher als bisher angenommen.

Versorgungsatlas: Es gibt mehr Rheuma-Patienten als vermutetWährend ältere Schätzungen von einer Erkrankungshäufigkeit von etwa 0,8 bis 0,9 Prozent der Bevölkerung ausgingen, berechnen die Zi-Experten für das Jahr 2014 eine Häufigkeit von 1,2 Prozent. Dabei ist die Verteilung der Patienten in den jeweiligen Bereichen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) unterschiedlich: Insgesamt sind im Süden weniger Menschen betroffen als im Norden. Hamburg und Bremen hätten ebenfalls etwas geringere Erkrankungszahlen als die umliegenden Flächenländer, heißt es im Versorgungsatlas. Ein ähnliches Bild ergibt sich den Experten zufolge bei den jährlichen Neuerkrankungen: Die geringste Rate weist der KV-Bereich Nordrhein mit statistisch 71,3 Patienten pro 100.000 Versicherte und Jahr auf, während in Mecklenburg-Vorpommern jährlich 105,6 Patienten pro 100.000 neu erkranken. Die Gründe für die regionalen Unterschiede seien nicht bekannt.
Die meisten erkranken demnach im Alter von 65 bis 79 Jahren an RA. Frauen sind etwa 2,5-fach häufiger betroffen als Männer. Außerdem nehmen immer mehr Menschen die vertragsärztliche Versorgung in Anspruch. Während im Jahr 2009 nur 526.000 gesetzlich Versicherte in ärztlicher Behandlung waren, ist ihre Anzahl im Jahr 2015 auf rund 666.000 (+24 Prozent) gestiegen.

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