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Studie legt Gewalt gegen Rettungskräfte offen 19.02.2018    

Bochum – Eine aktuelle Studie der Ruhr-Universität Bochum (RUB) zu Gewalterfahrungen von Rettungskräften in Nordrhein-Westfalen kommt zu einem bitteren Ergebnis: 92 Prozent der teilnehmenden Notärzte, Notfallsanitäter und Rettungsassistenten wurde 2017 im Dienst angepöbelt und 26 Prozent sogar körperlich angegriffen.

Studie legt Gewalt gegen Rettungskräfte offenDie Untersuchung offenbart zudem, dass Einsatzkräfte im Rettungsdienst ein höheres Risiko haben, Opfer solcher Übergriffe zu werden, als Einsatzkräfte im Brandeinsatz. Bei diesen liegt die Quote für körperliche Übergriffe bei zwei Prozent und für verbale bei 36 Prozent, berichten Prof. Thomas Feltes und Marvin Weigert vom Lehrstuhl für Kriminologie, Kriminalpolitik und Polizeiwissenschaft der RUB, die für die Auswertung zuständig waren.
Nachts und in Großstädten sind Rettungseinsätze demnach besonders gefährlich: Mehr als 60 Prozent aller Fälle ereignen sich in der Nacht. In Städten ab 500.000 Einwohnern kommt es der Studie zufolge doppelt so häufig zu Übergriffen wie in Städten zwischen 100.000 und 500.000 Einwohnern. Die Täter sind in der Hälfte der berichteten Fälle zwischen 20 und 40 Jahre alt, zu 90 Prozent männlich und gehören meist zum Umfeld der Hilfesuchenden. In 55 Prozent der Fälle körperlicher Gewalt sei der Täter erkennbar alkoholisiert gewesen.
Die Einsatzkräfte seien insgesamt zufrieden mit ihrer Ausbildung, wünschten sich aber, intensiver auf brenzlige Einsatzsituationen vorbereitet zu werden und gewaltpräventive Maßnahmen zu erlernen, etwa durch Fortbildungen zu Deeskalationstechniken und körperschonenden Abwehrtechniken.

Insgesamt beteiligten sich an der Studie von 4.500 angefragten Rettungskräften nur 18 Prozent. „Wir hätten uns eine höhere Beteiligung gewünscht, vor allem auch, weil das Thema in den Medien so intensiv diskutiert wird“, sagt Feltes. Bei der Interpretation der Ergebnisse gilt es laut Feltes und Weigert zu berücksichtigen, dass die Rettungskräfte pro Jahr mehrere Hundert Einsätze absolvieren. „Damit sind gewalttätige Übergriffe nach wie vor ein eher seltenes Ereignis“, stellen die beiden Experten fest.

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