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Roboter in der Pflege 19.03.2018    

Berlin – Die Servicerobotik rückt immer mehr in den Fokus der Pflege, wie aus dem kürzlich vorgestellten Bericht zum Projekt „Robotik in der Pflege – gesellschaftliche Herausforderungen“ des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) hervorgeht.

Roboter in der PflegeDer demografische Wandel lässt erwarten, dass sich die jetzt schon prekären Bedingungen in der Pflege in Deutschland weiter verschärfen werden. Angesichts der Herausforderungen rücke zunehmend die Servicerobotik in den Blick, die durch Interaktionsfähigkeit und „Intelligenz“ grundsätzlich neue technische Unterstützungsmöglichkeiten für die Pflege verspreche, erläutert Christoph Kehl vom TAB bei der Vorstellung des Berichts. Der Einsatz von Robotern in der Pflege werfe allerdings grundlegende ethische Fragen auf: „Werden hilfsbedürftige Menschen dem Zugriff zunehmend autonom agierender Maschinen ausgeliefert? Bedeutet dies die Entmenschlichung der Pflege?“, fragt Kehl. Für die Zukunft warnt er davor, Pflegepersonal weg zu rationalisieren. Gleichwohl müssten mehr Technikkompetenzen in der Pflegeausbildung verankert werden, da sie die Pflege durchaus sinnvoll unterstützen könnten.
Auch wenn die derzeitige Verbreitung der Robotik im Pflegebereich noch sehr gering sei, werde mit einer deutlichen Steigerung der Verkaufszahlen im Laufe der nächsten 20 Jahre gerechnet. Roboter stellten für die Pflege keine homogene Produktkategorie dar, sondern seien in Form, Funktion und technologischer Komplexität ebenso vielfaltig wie die Aktivitäten, die sie unterstützen sollen. Aktuelle Entwicklungen deckten praktisch die ganze Bandbreite pflegerischer Aufgaben ab, von einfachsten Assistenztätigkeiten für das häusliche Umfeld bis hin zu hochspezialisierten personenbezogenen Dienstleistungen im stationären Bereich.

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