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Neue Hoffnung für Leberkrebspatienten 18.04.2017    

Regensburg – Die Irreversible Elektroporation (IRE) eröffnet konservativ nicht mehr therapierbaren Leberkrebs-Patienten eine neue Option. Das Institut für Röntgendiagnostik des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) hat zu diesem innovativen und schonenden Verfahren die bisher größte klinische Studie durchgeführt.

Insgesamt 71 Patienten, die am UKR mit der IRE behandelt wurden, wurden für die Studie über fünf Jahre hinweg retrospektiv beobachtet. „Auch wenn hierin nur die Ergebnisse unseres Instituts betrachtet werden, liefert sie bedeutende Hinweise für die Wirkung der Methodik und kann so dazu beitragen, sie künftig mehr Patienten zugänglich zu machen“, erläutert Prof. Dr. Christian Stroszczynski, Direktor des Instituts für Röntgendiagnostik des UKR.
Die Studie hat ergeben, dass die Patienten nach der Behandlung im Schnitt länger als zwei Jahre lebten. Bei etwa 93 Prozent der einbezogenen Fälle konnte eine komplette Tumorentfernung innerhalb des sechswöchigen Nachbeobachtungszeitraums nachgewiesen werden. Lediglich ein Drittel der behandelten Patienten entwickelten Rezidive. „Den im Rahmen der Studie betrachteten Patienten wäre ohne die IRE keine kurative Therapieoption mehr zur Verfügung gestanden. In Hinblick darauf sind die Ergebnisse äußerst positiv zu werten“, resümiert Studienverantwortlicher Dr. Philipp Wiggermann.
„Die IRE kann in der Leber bei Tumoren von bis zu sechs Zentimetern Größe angewandt werden. Die betroffenen Patienten profitieren vom guten Nebenwirkungsprofil des schonenden Verfahrens. Im Gegensatz zu einer Operation bleiben durch den minimalinvasiven Eingriff lediglich millimeterkleine Narben zurück“, führt Wiggermann aus. Zur Durchführung der IRE benötige ein Krankenhaus ein spezielles Gerät und die nötige Expertise. „Bislang ist die IRE noch nicht sehr verbreitet. Wir hoffen, dass wir durch unsere Forschungsarbeit dazu beitragen können, durch die IRE künftig noch mehr Patienten die Hoffnung auf eine wirksame Therapie zu bieten“, so Dr. Christoph Nießen, Facharzt im Institut für Röntgendiagnostik des UKR.

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