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Hörgesundheit kommt auf die WHO-Agenda 21.09.2017    

Hamburg – Der zunehmende Hörverlust der Bevölkerung stellt ein wachsendes Problem der öffentlichen Gesundheitsversorgung dar. Das erkennen das höchste Entscheidungsgremium der Weltgesundheitsorganisation – die World Health Assembly (WHA) – und Gesundheitsexperten aus fast 200 Nationen in einer kürzlich verabschiedeten Resolution an.

Dank moderner Diagnostik und Medizintechnik seien Patienten in Deutschland zwar gut versorgt, aber bei der Prävention, der Wissensvermittlung über die Ursachen und zu aktuellen Behandlungsoptionen sehen HNO-Ärzte der Asklepios Klinik Nord – Heidelberg noch reichlich Handlungsbedarf.
„Ein Hörverlust hat für die Betroffenen dramatische Folgen, denn der größte Teil der Kommunikation erfolgt über die gesprochene Sprache“, warnt Dr. Christoph Külkens, Chefarzt der HNO-Abteilung der Asklepios Klinik Nord. „Als Folge ziehen sich die Patienten zurück, vereinsamen oder entwickeln Depressionen.“ Zusätzlich sei die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Unfällen und einer Demenz aufgrund der eingeschränkten Kommunikation bei Schwerhörigen bzw. Tauben kommt, deutlich erhöht – „was beim heutigen Stand der Medizin nicht mehr sein muss“, führt Prof. Dr. Jens Meyer aus, Chefarzt der HNO-Abteilung der Asklepios Klinik St. Georg.
Moderne Hörgeräte sind für die meisten Betroffenen eine gute Lösung, um wieder aktiver am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Menschen, die von Geburt an oder durch eine spätere Erkrankung unter einer Innenohrschwerhörigkeit leiden und bei denen die Versorgung mit einem Hörgerät nicht mehr ausreicht, kann mit einem Cochlea Implantat (CI) wirksam geholfen werden. Um die Versorgungssituation in der Metropolregion Hamburg zu verbessern und wohnortnah zu helfen, haben die vier Hamburger Asklepios HNO-Kliniken bereits 2013 das standortübergreifende Hanseatische Cochlea Implantat Zentrum (HCIZ) gegründet. Das CI wird operativ unter der Haut hinter dem Ohr eingebettet und empfängt Sprache und Geräusche. Über einen extern hinter dem Ohr getragenen Sprachprozessor werden diese Informationen zunächst verarbeitet und gelangen dann über einen Elektrodenträger in das Innenohr. Audiologen passen den Sprachprozessor entsprechend der individuellen Bedürfnisse des jeweiligen Nutzers an. Zusätzliche Unterstützung erhalten Patienten mit einem CI durch die eigens von den Audiologen des HNO-Teams in der Asklepios Klinik Nord entwickelte Hörtrainings-App, mit der die CI-Träger gezielt Hörübungen durchführen und so ihr Hörvermögen mit dem neuen Implantat testen und verbessern können.

Nachrichten

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