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Experten fordern Hygienemaßnahmen umzusetzen 17.01.2017    

Berlin – Gefährliche Erreger in medizinischen Einrichtungen sind für die betroffenen Patienten dramatisch und könnten zudem für die Klinik einen großen Imageschaden darstellen. Darauf weisen die Experten des 5. Hygieneforums „Gefährliche Erreger in medizinischen Einrichtungen“ hin, das vom Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) veranstaltet worden ist.

Experten fordern Hygienemaßnahmen umzusetzenDr. Christine Geffers, Oberärztin am Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Charité in Berlin, gibt zu Beginn des Forums einen Ausblick auf die neuen Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) am Robert Koch‐Institut zur „Prävention der Gefäßkatheter-assoziierten Sepsis“. Die Veröffentlichung wird im kommenden Jahr erwartet. Die alte Empfehlung stammt aus dem Jahr 2002 und musste an den aktuellen Studienstand angepasst werden.
Auf die Meldepflichten bei Infektionserkrankungen geht Dr. Irina Zuschneid vom Gesundheitsamt Berlin-Charlottenburg ein. Nach dem Infektionsschutzgesetz müssten bestimmte Infektionskrankheiten und Erreger vom Arzt und den Laboren an die Gesundheitsämter in der Regel namentlich gemeldet werden. Meldepflichtig sei auch bereits ein Krankheitsverdacht. Unter die Arztmeldepflicht falle auch die Häufung von nosokomialen Infektionen. Wichtig sei eine „unverzügliche Meldung“, aber auch eine unverzügliche Mitteilung an das Gesundheitsamt, wenn sich eine Verdachtsmeldung nicht bestätigt hat, so Zuschneid.
Auch moderne Medizintechnologien könnten einen wichtigen Beitrag zur Infektionsprävention leisten. Joachim Rösel, Sprecher des BVMed-Fachbereichs Krankenhausinfektionen, verweist auf die unterstützenden Infografiken und Informationen des BVMed zum Thema „nosokomiale Infektionen“ auf der Webseite www.krankenhausinfektionen.info. „Wir haben kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem. Aber wir sind auf einem guten Weg“, resümiert Moderator Raimund Koch.

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