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Aortenklappenstenose: Kathetergestützte Aortenklappenimplantation zeigt weiter Vorteile 27.07.2017    

Aortenklappenstenose: Kathetergestützte Aortenklappenimplantation zeigt weiter VorteileEltville – Die Verengung der Aortenklappe (Aortenklappenstenose) gehört europaweit zu den häufigsten Herzklappenerkrankungen. Sie tritt verschleißbedingt insbesondere im hohen Lebensalter auf. Neben den konventionellen Operationsverfahren bieten minimalinvasive kathetergestützte Techniken eine schonende Alternative für inoperable und Hochrisiko-Patienten: Mit der Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI) steht eine sichere und effektive Therapieoption zur Verfügung. Nach Studienlage ist die TAVI bei älteren Patienten über 75 Jahren der chirurgischen Behandlung überlegen. Randomisierte Studien haben mittlerweile zudem gezeigt, dass die minimal-invasive Methode auch bei Patienten mit „intermediärem“ Operationsrisiko der OP am offenen Herzen mindestens ebenbürtig ist. Die aktuelle SURTAVI-Studie zeigt zudem jetzt erstmals, dass in der Frühphase nach einer TAVI Schlaganfälle signifikant seltener waren als nach chirurgischem Aortenklappen-Ersatz.
Noch vor rund 15 Jahren war es undenkbar, dass einem Patienten ohne Stilllegung des Herzens eine neue Herzklappe eingesetzt werden kann. Mittlerweile wird bei fast der Hälfte der Patienten mit einer hochgradigen Aortenstenose eine TAVI durchgeführt: Laut Herzbericht betrug im Jahr 2015 die Zahl kathetergestützter Aortenklappenimplantationen 15.573. Im Gegensatz zum offen-chirurgischen Verfahren bedeutet die TAVI eine geringere Belastung für den Patienten. Denn je kleiner der Zugangsweg ist, umso rascher können sich die Betroffenen erholen. Für den Eingriff sind eine sorgfältige Patientenselektion und die Wahl der richtigen Klappengröße besonders wichtig, um das Risiko von Leckagen zu minimieren.

Weniger Schlaganfälle nach TAVI

SURTAVI ist nach PARTNER-IIa eine weitere Studie, in der die TAVI bei Patienten mit schwerer Aortenstenose und „intermediärem" Operationsrisiko im Vergleich zum chirurgischen Aortenklappenersatz klinisch geprüft wurde. Die Analyse von neurologischen Daten der Studie hat gezeigt, dass die Schlaganfallrate nach 30 Tagen in der TAVI-Gruppe signifikant niedriger war als in der Gruppe mit chirurgischer Aortenklappen-Implantation (3,3 vs. 5,4%). Auch nach zwei Jahren war die Rate nach TAVI niedriger, jedoch nicht signifikant. Allgemein gewannen Patienten mit wie auch ohne Schlaganfall ihre Lebensqualität nach einer TAVI schneller zurück als nach einer Operation.

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