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Gefäßaufweitung mittels Ballonkatheter bei der Koronaren Herzkrankheit (KHK) kann Leben retten
Eltville, 12.01.2010 (Aktion Meditech)Über 14 Millionen Europäer leiden an Herzinsuffizienz - mit steigender Tendenz. Bei ihnen ist der Herzmuskel zu schwach, um ausreichend Blut durch den Körper zu transportieren. Verstopfte Herzkranzgefäße, wie sie bei der Koronaren Herzkrankheit (KHK) vorkommen, gelten in mehr als 50 Prozent aller Fälle als Auslöser dieser Herzschwäche. Durch das Weiten der Gefäße kann jedoch häufig Schlimmeres verhindert werden: mithilfe eines schonenden Verfahrens, der interventionellen Gefäßaufweitung durch einen Ballonkatheter.
Bei KHK-Patienten muss sich das Herz wegen der Gefäßverengungen übermäßig anstrengen, um seiner Pumpaufgabe gerecht zu werden und ausreichend Blut mit lebenswichtigem Sauerstoff und Nährstoffen durch den Körper zu transportieren. Diese stetige Überlastung kann zur Ausbildung einer Herzschwäche führen und diese nach und nach verstärken. Häufig macht sich ein insuffizientes Herz durch Symptome wie Atembeschwerden, geschwollene Knöchel und dauerhafte Müdigkeit bemerkbar.
Den freien Blutfluss sichern
Bei einer leichteren Symptomatik reicht normalerweise eine medikamentöse Therapie aus. Bei schweren Beschwerden haben Chirurgen lange Zeit das verengte Gefäßstück in einer Bypassoperation überbrückt, die am offenen Herzen unter Einsatz einer so genannten Herz-Lungen-Maschine durchgeführt wurde. Das Problem dabei: Für Hochrisikopatienten, die unter zusätzlichen schweren Krankheiten leiden, ist diese operative Belastung sehr hoch. Mit der Perkutanen Transluminalen Coronaren Angioplastie (PTCA), bei der die Gefäße durch einen Ballonkatheter geweitet werden, gibt es eine Alternative, die auch für diese Patientengruppe geeignet ist.Bei der PTCA wird unter lediglich örtlicher Betäubung ein Ballon, der sich an der Spitze eines Trägersystems befindet, über einen wenige Millimeter kleinen Schnitt - im Bereich der Leiste oder dem Handgelenk - unter Röntgenkontrolle in das verstopfte Gefäß geschoben, um die betroffene Stelle zu weiten. Hat der Ballon die vorgesehene Position erreicht, wird er unter Druck rund 20 Sekunden aufgeweitet und Ablagerungen an die Gefäßwand gedrückt. Nach dieser so genannten Ballondilatation setzt der interventionelle Kardiologe in den meisten Fällen eine Gefäßstütze / ein Metallröhrchen (Stent) ein, wodurch eine Wiederverengung langfristig verhindert wird. Das Verfahren nennt sich "Perkutane Koronarintervention" (PCI). Die Erfolge sind überzeugend: "Die Ballonaufweitung mit anschließender Stentimplantation bedeutet für den Patienten im Vergleich zur Bypass-OP eine geringere Belastung. Effektiv sind beide Methoden", erklärt Dr. Helmut Heinze, Oberarzt an der Klinik für Innere Medizin - Kardiologie und konservative Intensivmedizin, Vivantes Klinikum Neukölln.



