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"Prothesen -TÜV" nicht vergessen 24.09.2008    

Rechtzeitige Wechsel-OP sichert Mobilität

Eltville, 24.06.2008 (Aktion Meditech)
Endlich keine Schmerzen mehr! Meist fühlen sich Menschen, die sich für ein künstliches Gelenk (Endoprothese) entschieden haben, nach der Operation wie befreit. Das neue Knie- oder Hüftgelenk lindert nicht nur die Schmerzen, es trägt auch zur Wiederaufnahme eines aktiven Lebensstils bei. Moderne künstliche Hüft- oder Kniegelenke sind hochwertige Präzisionsprodukte, die viel leisten und immer länger halten. Aber eben nicht ewig - ihre Lebensdauer liegt durchschnittlich bei 15 bis 20 Jahre. Ähnlich wie das Auto beim TÜV sollten Patienten deshalb ihre (künstlichen) Gelenke regelmäßig vom Orthopäden überprüfen lassen. Denn ein gelockertes Implantat oder Infektionen können das Gelenk bzw. den Knochen schädigen. Eine Wechseloperation ist dann oft notwendig und stellt die gewohnte Lebensqualität in den meisten Fällen wieder her. Altersbedingte Abnutzung des Gelenkes (Arthrose), Verletzungen, Entzündungen, aber auch Fehl- und Überbelastungen können zu starken Gelenkbeschwerden führen und so die Beweglichkeit erheblich reduzieren. Werden die Schmerzen unerträglich und sind mit konservativen Maßnahmen, wie z.B. Medikamenten und Krankengymnastik, nicht zu lindern, ist die Implantation einer Endoprothese zu empfehlen. Diese ersetzt das erkrankte Gelenk und übernimmt dessen Funktion. Implantate aus hochabriebfesten Materialien sorgen dabei im Allgemeinen für eine lange Lebensdauer des künstlichen Gelenks.

Regelmäßige Kontrolle wichtig

Moderne künstliche Hüftgelenke haben heutzutage eine Haltbarkeit von ca. 15 bis 20 Jahren. Nach dieser Zeit kann es vermehrt zu neuen Beschwerden kommen. Die häufigsten Ursachen dafür sind eine Funktionseinschränkung des künstlichen Gelenks durch Abrieb oder eine Infektion. Deshalb ist es wichtig, die Gelenke und den Sitz der Prothese in einer Art "Prothesen-TÜV" regelmäßig vom Orthopäden überprüfen zu lassen. Der Arzt kann so frühzeitig feststellen, ob das Implantat noch einwandfrei sitzt und funktioniert und wie die Prothese vom Körper angenommen wird. Wie auch der TÜV beim Auto sichert diese kontinuierliche Kontrolle die Mobilität. Der Arzt erkennt zudem auch rechtzeitig, ob ein Austausch der Prothese nötig ist.

Anspruchsvoller Wechsel

Die Wechseloperation ist heute eine gängige aber technisch anspruchsvolle Operation. Um der Folgeprothese bei jedem Patienten einen individuell dauerhaft festen und schmerzfreien Sitz zu ermöglichen, stehen dem Operateur spezielle knochensparende Wechselprothesen zur Verfügung. Diese werden wie Bausteine maßgeschneidert zusammengesetzt. So kann der Arzt noch während der Operation zwischen verschiedenen Längen, Formen und Durchmessern des künstlichen Gelenks wählen. Ob die Prothese einzementiert oder in der zementfreien Technik befestigt wird, hängt von der Qualität des Knochens sowie dem Alter und der Beweglichkeit des Patienten ab.

Wieder Freude an der Bewegung

Damit Patienten nach der Operation schnell wieder auf die Beine kommen, sind eine gute körperliche Verfassung, gekräftigte Muskulatur und ein gesundes Herz-Kreislauf-System die besten Ausgangsbedingungen. Nach erfolgreicher Wechseloperation ist auch weiterhin viel Bewegung wichtig. Empfehlenswert sind vor allem "sanfte" Sportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Walken. Auch hier sollte eine regelmäßige Kontrolle beim zuständigen Orthopäden, wie schon bei der Erstprothese, erfolgen, damit die neue Prothese lange hält. Dann steht nach der Wechseloperation einem aktiven Alltag in vielen Fällen nichts mehr im Weg!

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