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Süße Babies - zuckersüße Mütter? 31.07.2006    

Rund-um-die-Uhr Glukosemessung hilft diabetischen Schwangeren, ihren Zuckerhaushalt im Griff zu behalten

Süße Babies - zuckersüße Mütter?Eltville, 31.07.2006 (Aktion Meditech)
In den Sommermonaten werden die meisten Kinder geboren - zahlreiche prominente Frauen haben es dieses Jahr schon vorgemacht. Für viele Schwangere wird die Vorfreude aufs Kind allerdings getrübt: Sie sind Diabetikerinnen oder erkranken während ihrer Schwangerschaft erstmals daran. Der mütterliche Diabetes stellt ein hohes Risiko für das Kind dar, selbst leichte Schwankungen im Tagesprofil können bereits negative Folgen haben. Daher ist die konsequente Kontrolle des Blutzuckers das A und O für die Gesundheit des Ungeborenen. Die innovative Rund-um-die-Uhr Glukosemessung mit Anzeige der aktuellen Werte gibt Schwangeren jetzt einen Überblick über ihren Glukosespiegel, wie es die Selbstkontrolle nicht einmal annähernd vermag: Das Messgerät erfasst und zeigt zu jeder Tages- und Nachtzeit den aktuellen Glukosewert an und warnt bei Schwankungen. So hat die werdende Mutter selbst leichte Über- und Unterzuckerungen sofort "auf dem Schirm".

Schwangerschaftsdiabetes zählt zu den häufigsten Begleiterkrankungen einer Schwangerschaft. Meist verschwindet er nach der Geburt des Kindes wieder, was bleibt, ist ein erhöhtes Risiko für die Frau, später in ihrem Leben an Diabetes zu erkranken. Geschätzte drei bis fünf Prozent aller Schwangeren sind in Deutschland betroffen, aber nur bei jeder zehnten wird der Diabetes erkannt und behandelt.

Unkalkulierbares Risiko für das Ungeborene

Ein nicht optimal eingestellter Diabetes stellt bei Schwangeren ein kaum kalkulierbares Risiko für Mutter und Kind dar. Zu den besonders gefürchteten Folgen für das Ungeborene zählen Missbildungen an Herz, Knochen oder Nieren und eine verzögerte Reifung der Organe wie der Lunge. Oft wachsen die Kinder im Mutterleib zudem zu stark, was zu Geburtskomplikationen führen kann. Und auch die Sterblichkeitsrate für Kinder von Frauen mit Diabetes ist gegenüber Kindern gesunder Frauen erhöht. Für die werdende Mutter steigt mit dem Zucker außerdem die Gefahr für vorzeitige Wehen und eine Frühgeburt.

Kontrolle ist gut

Bei diabetischen Schwangeren ist in erster Linie eine konsequente Stoffwechseleinstellung angezeigt. Dazu zählen eine balaststoffreiche und fettarme Diät sowie engmaschige Blutzuckerkontrollen. Für die werdende Mutter bedeutet das, ihren Blutzucker mehrmals täglich selbst zu messen und ihre Insulindosis und Nahrungsaufnahme entsprechend anzupassen. Diese Selbstmessung liefert aber nur Momentaufnahmen eines sehr komplexen Geschehens, das schon bei "normalen" Diabetikern von zahllosen Faktoren beeinflusst wird. Zwischen den Messzeitpunkten - meist sind es vier am Tag - können gerade bei Schwangeren erhebliche Schwankungen des Blutzuckers auftreten. Und jede Unter- oder Überzuckerung kann bereits gesundheitliche Schäden des Ungeborenen zur Folge haben.

Rund-um-die-Uhr Kontrolle ist besser

Mit der neuen Rund-um-die-Uhr Glukosemessung haben Diabetes-Patienten ihre aktuellen Werte nicht nur punktuell, sondern kontinuierlich "auf dem Schirm". Denn der laufend ermittelte Glukosewert wird auf einem kleinen Monitor angezeigt und alle fünf Minuten aktualisiert. Die Messung erfolgt mithilfe einer feinen und flexiblen Sensorkanüle, die in das Unterhautfettgewebe eingeführt wird. Ein kleiner Transmitter, der auf der Haut befestigt wird, sendet die Daten per Funk zu jeder Tages- und Nachtzeit an den handlichen Monitor. Aber das Gerät kann noch mehr: Es ist mit einer Alarmfunktion versehen, die rund um die Uhr bei Über- oder Unterzuckerung warnt. Gerade für Schwangere ein enormes Sicherheits-Plus - für sie selbst und für ihr ungeborenes Kind.

Das neue Glukosemessgerät wird bislang in einigen Kliniken und Schwerpunktpraxen eingesetzt, Diabetiker können es aber auch privat erwerben. Voraussetzung ist eine Schulung in einem Fachzentrum.

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