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"Endlich schmerzfrei"

Markus Emmerling mag seinen Beruf. Der Altenpfleger hilft gern kranken und schwachen Menschen. Doch vor einigen Jahren brauchte er selbst dringend Hilfe, denn er litt unter schweren chronischen Schmerzen.
Alles begann mit einem Autounfall vor 15 Jahren. Markus Emmerling brach sich damals zwei Halswirbel und kämpfte fortan mit Rückenproblemen. Nach einem Bandscheibenvorfall im Jahr 2003 nahmen seine Rückenschmerzen stetig zu und begannen, in die Beine auszustrahlen. "Eines Nachmittags", so erinnert er sich, "trafen mich die heftigen Schmerzen wie ein Schlag - als würden mir die Füße weggezogen."
Für den jungen Mann brach ein Leidensweg an, der ihn durch zahlreiche Arztpraxen führte. Aber keine Therapie konnte seine Schmerzen auf ein erträgliches Maß herabsetzen. Die immer heftigeren Beschwerden endeten schließlich in der Arbeitsunfähigkeit. Von da an verließ Markus Emmerling, der ganz auf sich gestellt war, kaum noch seine Wohnung. Erst die Implantation einer Medikamentenpumpe brachte die ersehnte Lebensqualität zurück.
Die Therapie, medizinisch intrathekale Medikamentenabgabe genannt, ist so einfach wie effektiv. Eine kreisrunde flache Pumpe wird dafür in die Bauchwand implantiert. Über einen winzigen Schlauch gibt sie gezielt eine individuell eingestellte Medikamentendosis an die Nerven im Rückenmark ab. Der Patient fühlt die Linderung sofort.
Anders als bei Tabletten wird das Schmerzmittel nicht über den Blutkreislauf aufgenommen. Dadurch sind wesentlich geringere Dosen erforderlich: Dank Medikamentenpumpe können sie auf ein Hundertstel dessen reduziert werden, was bei Tablettengabe nötig ist – und das bei besserer Wirksamkeit! Die üblichen Nebenwirkungen sind entsprechend schwächer.
Bei Markus Emmerling trat die Besserung so schnell ein, dass er bereits vier Wochen nach der Implantation wieder seine Arbeit aufnehmen konnte. Der 37-Jährige ist glücklich darüber, dass er heute so gut wie beschwerdefrei ist. Seine Pumpe muss er alle 3 Wochen auffüllen lassen. Er findet es nur bedauerlich, "dass die Pumpe nicht schon früher eingesetzt wurde." Ein Jahr Arbeitsunfähigkeit und Schmerzen hätten ihm dadurch erspart bleiben können.



