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Interview mit Laura Seeliger - pAVK-Patientin aus Köln 28.09.2018    

Eltville – Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK), umgangssprachlich auch Schaufensterkrankheit genannt, verengen sich die Blutgefäße durch Ablagerungen. So kann das Blut nicht mehr ungehindert fließen und die entsprechenden Körperregionen ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Im Interview schildert die Patientin Laura Seeliger ihre Erfahrungen mit Diagnose und Therapie: Zur Behandlung wurde ihr im Bein ein sogenannter Supera-Stent eingesetzt. Dieser Stent ist besonders flexibel und passt sich daher den Bewegungen der Beingefäße sehr gut an.

Interview mit Laura Seeliger - pAVK-Patientin aus Köln

Wann haben sich die ersten Anzeichen einer pAVK bei Ihnen bemerkbar gemacht?

Ende 2014 hatte ich mir meinen Fuß gebrochen. Ich konnte lange Zeit nicht mehr laufen. Knapp ein Jahr später fiel es mir dann immer schwerer, aktiv zu sein und meinen Hobbies nachzugehen.

Welche Beschwerden hatten Sie? Wie wirkten sich diese auf Ihren Alltag aus?

Durch meine schmerzenden Beine hatte ich extreme Laufprobleme. Dazu kam, dass sich der kleine Zeh an meinem linken Bein schwarz verfärbte. Aufgrund der massiven Durchblutungsstörungen und der dringenden Empfehlung meiner behandelnden Podologin bin ich ins Krankenhaus gegangen.

Wie lange hat es gedauert, bis Sie die Diagnose erhielten? Welche Therapieoptionen kamen für Sie in Betracht?

Drei Wochen nach meinem ersten Termin in der Klinik bin ich schon operiert worden. Dabei wurde mir im linken Bein der erste Stent eingesetzt. Innerhalb von fünf Monaten folgten zwei weitere OP´s. Insgesamt habe ich drei Stents gesetzt bekommen: Einer im linken Bein und die beiden anderen im rechten Bein. Bei den Stents im rechten Bein handelt es sich um die flexiblere Variante, den Supera Stent.

Wie haben Sie den Eingriff erlebt?

Die Eingriffe sind alle optimal verlaufen. „Eine Baustelle weniger, um die ich mir Gedanken machen muss“, wusste ich sofort.

Wie geht es Ihnen seit dem Eingriff? Wie hat sich Ihr Alltag verändert?

Mir ging es nach den Operationen schnell wieder gut. Ich konnte sofort wieder mit Yoga und auch mit Nordic Walking starten. Auch Flöte kann ich wieder spielen.

Der letzte Stent wurde Laura Seeliger Ende April 2016 eingesetzt.


Portrait:

Frau Seeliger ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder und ein Enkelkind (5 Jahre).
Obwohl die Kinder längst nicht mehr zu Hause wohnen und stellenweise sogar weiter weg leben, herrscht ein großer Familienzusammenhalt. Vor allem dem Hobby „Mittelalter und Ritter“ wird von der ganzen Familie intensiv nachgegangen. Seit 2003 entdeckte zuerst der Ehemann von Frau Seeliger seine Leidenschaft für die altertümliche Zeit und hat dies mit den Jahren auf die ganze Familie übertragen. Nicht nur im gemeinsamen Haus kann man an jeder Ecke Ritterhelme, Lanzen oder Familienwappen- und Schilder bewundern, auch auf mittelalterlichen Märkten ist die Familie Seeliger oft anzutreffen.

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