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Wenn das Leben zu Ende geht: Ambulante Palliativversorgung in Deutschland 19.05.2011    

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Durch die ambulante Palliativversorgung ist es nun in manchen Fällen möglich, die letzten Lebenstage ganz individuell im Kreise der Familie zu verbringen.
Die Meisten haben in ihrer Familie schon einmal die traurige Erfahrung gemacht: Krebs, Herz-Kreislauf Erkrankungen oder Schlaganfälle verlaufen oft tödlich und nehmen einen geliebten Menschen aus dem Leben. Ist die Erkrankung erkannt und die Diagnose "unheilbar" gestellt, bleibt den Betroffenen oft nur noch eine begrenzte Lebenszeit, die sie und ihre Angehörigen meist ganz individuell verbringen möchten. In dieser Phase zählt jede Verbesserung der Lebensqualität und es ist entscheidend, dass zumindest die schwerwiegenden Symptome auf ein möglichst erträgliches Maß reduziert werden.

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Um einem Sterbenden die letzte Lebenszeit so angenehm wie möglich zu machen, bedarf es der Zusammenarbeit vieler unterschiedlicher Partner in einem Palliativnetzwerk.
Leiden lindern
Im Mittelpunkt der so genannten Palliativversorgung steht die Linderung körperlicher Beschwerden. Symptome, die in der letzten Phase einer tödlich verlaufenden Erkrankung verstärkt auftreten, sind Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Atemnot, Flüssigkeitsmangel, Schwitzen, Verstopfung, Mangelernährung und starker Gewichtsverlust. Medizintechnologien können zur Behandlung und Linderung von solchen Symptomen einen wichtigen Beitrag leisten. Bereiche, in denen sie helfen sind zum Beispiel Schmerz- und Infusionstherapie, Stoma- und Inkontinenzversorgung, Haut- und Wundversorgung sowie künstliche Ernährung. Aber eine gute Palliativversorgung ist noch mehr: Sie umfasst auch die psychosoziale und spirituelle Betreuung der Patienten.

Im Kreise der Familie Abschied nehmen
Die meisten Betroffenen ziehen es vor, im Kreise ihrer Familie und Freunde ihre verbleibende Lebenszeit zu verbringen und nicht in einer Klinik zu sterben. Wenn es medizinisch möglich ist, sollte versucht werden, diesen Wunsch auf alle Fälle zu erfüllen. Dies ist nun durch eine im März 2008 in Kraft getretene Richtlinie möglich: Patienten mit einer nicht heilbaren, fortschreitenden Krankheit und dadurch begrenzter Lebenserwartung haben in bestimmten Fällen Anspruch auf eine "spezialisierte ambulante Palliativversorgung" (SAPV). Sie soll es ihnen ermöglichen, mit Unterstützung von Fachkräften, so genannten "Palliative Care Teams" (PCT), bis zum Tod in der vertrauten häuslichen Umgebung zu bleiben und ohne Beschwerden und menschenwürdig die letzten Lebenstage mit den Liebsten zu verbringen.

Letzte Aktualisierung: August 2008

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