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Unterleibs-OP: Verwachsungen sind vermeidbar 19.05.2011    

In der Frauenheilkunde sind Unterleibsoperationen, beispielsweise zur Entfernung der Eileiter, keine Seltenheit. Aus medizinischer Sicht sind diese Operationen meistens Routineeingriffe, oftmals treten jedoch im Laufe des Wundheilungsprozesses Komplikationen auf. Hierbei handelt es sich um Verwachsungen (medizinisch: Adhäsionen) von normalerweise getrennten Organen oder Gewebeoberflächen im Beckenbereich. Schätzungsweise 93 Prozent aller Patientinnen sind nach einer Operation davon betroffen. Mit teilweise gravierenden Folgen: Verwachsungen werden bei etwa einem Drittel der Frauen für die Unfruchtbarkeit verantwortlich gemacht. Aber das Problem ist nicht nur auf Frauen begrenzt: Manchmal leiden auch Männer - tendenziell eher jüngere Patienten - unter operationsbedingten Verwachsungen.

Die Ausbildung von Adhäsionen bedeutet, neben starken Schmerzen für den Betroffenen auch, mindestens eine weitere Operation vor sich zu haben, da Verwachsungen nur chirurgisch entfernt werden können.

Flüssigkeit als Antihaft-Film für die Haut
Mit einer neuartigen Lösung können Adhäsionen jedoch vermieden werden. Die Funktionsweise ist simpel und effektiv: Während der Operation werden flüssige Barrieren in die Bauchhöhle eingebracht und verhindern so, dass Organe oder Gewebe aneinander haften bleiben. Am Ende der Operation, nachdem alle Tamponaden und Schwämme entfernt sind, wird die restliche Flüssigkeit dann aus der Bauchhöhle abgesaugt. Zum Schluss wird nochmals etwas Lösung in die Bauchhöhle gegeben, um weiteren Adhäsionen vorzubeugen - diese wird während der Heilung der Operationswunde restlos vom Körper abgebaut. Die Reinigung ist notwendig, da die Verklebungen häufig sehr stark, beinahe wie "Unkraut" wachsen und in 80 Prozent aller Fälle selbst nach einer chirurgischen Entfernung wieder auftauchen.

Durch die Anwendung des flüssigen Adhäsionshemmers werden Verwachsungen effektiv verhindert. Ohne diesen Antihaft-Film kann es nach einer Operation zur Herausbildung von so genannten Strängen des Narbengewebes kommen. Bei ungünstiger Kombination mit einer Mangeldurchblutung lösen diese sich nicht mehr auf und breiten sich in Form von Verwachsungen aus.

Das clevere Barriere-Prinzip wird bereits in 30 deutschen Kliniken eingesetzt. Im Moment übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten noch nicht.

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