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Dünnflüssiger Durchfall: Bessere Hygiene durch Stuhldrainagesystem 19.05.2011    

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Ein neuartiges Stuhldrainagesystem unterstützt ein entspanntes Verhältnis zwischen Patienten und Pflegekräften.
Schon leichter Durchfall kann belastend sein. Das "Gurgeln" im Darm ist unangenehm, häufig schaffen wir es gerade so zur nächsten Toilette. Dank Hausmitteln und rezeptfreien Medikamenten lassen die Beschwerden normalerweise spätestens nach zwei bis drei Tagen wieder nach. Sehr viel belastender ist die Situation für pflegebedürftige Patienten: können Sie ihren Stuhlgang nicht mehr kontrollieren, kann es durch den Kontakt mit Fäkalien zu Hautirritationen kommen. Häufig begleiten Scham und auch Ekel ihren Alltag, soziale Kontakte leiden. Aber auch für die Pflegekräfte kann der Umgang mit den von dünnflüssigen Durchfällen geplagten Patienten schnell zur Überlastung führen.

Hautschutz als oberstes Ziel
Für bettlägerige Patienten, die zum Beispiel durch Krankenhauskeime, Antibiotika oder künstliche Ernährung an dünnflüssigem Durchfall leiden, gibt es jetzt Hoffnung: Ein neuartiges Stuhldrainagesystem kann sie vor den oft schweren Hautirritationen bewahren und die Hygiene fördern. Das System besteht aus einem weichen, flexiblen Silikonschlauch, einer Spritze zum Spülen und drei Auffangbeuteln. Der Schlauch wird in das Rektum eingeführt und passt sich der Anatomie des Schließmuskels an. Am "Kopf" des Katheters sitzt ein kleiner, ringförmiger Ballon, der nach seiner Positionierung mit Wasser gefüllt wird und so das Herausrutschen des Systems verhindert. Ein spezieller Signalindikator zeigt von außen an, wann die optimale Füllmenge des Ballons erreicht ist. Durch die ringförmige Öffnung im Ballon wird der Stuhl über den Katheter in einen geschlossenen Auffangbeutel geleitet. In diesen ist ein Kohlefilter integriert, der Gerüche sicher und wirksam einschließt. Sobald der Beutel voll ist, kann er vom Pflegepersonal problemlos und schmerzfrei ausgetauscht werden.

Würdevoll und hygienisch
Durch die Anwendung des Stuhldrainagesystems tritt der Stuhl nicht mehr unkontrolliert und unbeabsichtigt aus und die Betroffenen bzw. das Pflegepersonal kommen damit nicht in Kontakt. Für Pflegende und Patienten gleichermaßen wichtig: Die Patientenwürde bleibt erhalten, unwürdige und für die Betroffenen oft peinliche Situationen werden durch den Einsatz des Katheters vermieden. Weiteres Plus: Die Gefahr einer Infektionsausbreitung durch Hautirritationen wird reduziert, die Geruchskontrolle optimiert..

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