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Zuckerstoffwechsel 19.05.2011    

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Haushalts- oder Kristallzucker zählt zu den Disacchariden oder Zweifachzuckern.
Selbst im Schlaf verbraucht unser Körper Energie. Atmung, Herzschlag, Verdauung: Alle Körperfunktionen brauchen rund um die Uhr "Treibstoff". Unsere wichtigsten Energielieferanten sind Kohlenhydrate, die wir aus der Nahrung beziehen. Kohlenhydrate sind in erster Linie in Getreide und Getreideprodukten wie Brot, Reis oder Nudeln zu finden, aber auch Obst oder Zucker sind Kohlenhydratlieferanten.

Man unterteilt Kohlenhydrate in
  • Einfachzucker (Monosaccharide), z.B. Frucht- oder Traubenzucker
  • Zweifachzucker (Disaccharide), z.B. Malz-, Milch- oder Haushaltszucker
  • Mehrfachzucker (Polysaccharide), z.B. Stärke


Ein- und Zweifachzucker liefern praktisch sofort Energie, während Mehrfachzucker erst vom Körper aufgespalten werden müssen. Bereits im Mundspeichel befinden sich Enzyme, die die langen Kohlenhydratketten in kleinere Stücke zerteilen. Während wir noch kauen, laufen bereits Signale in der Bauchspeicheldrüse ein, die Produktion von Verdauungssekreten zu starten. Diese werden an den Dünndarm abgegeben, sobald die im Speisebrei enthaltenen Kohlenhydrate dort ankommen. Spätestens hier werden alle Mehrfachzucker in Einfachzucker oder Glukose gespalten, die dann von den Dünndarmwänden ins Blut aufgenommen werden kann.

Ein Teil der sich im Blut befindlichen Glukose wird in Organe und Körperzellen transportiert, wo sie in Energie umgewandelt und verbraucht wird. Der Rest wird in der Leber und den Muskelzellen als Glykogen gespeichert. Sind die Speicher voll, wird der überschuss an Glukose in Fett umgewandelt und wandert in die Fettdepots im Körper.

Fällt der Zuckergehalt im Blut ab, gibt die Leber ihren Vorrat ins Blut zurück. Damit bleibt der Blutzucker immer auf einem gleichmäßigen Niveau. Gesteuert wird dieser Vorgang vor allem durch zwei Hormone:
  • Insulin befördert unter anderem Glukose in die Zellen und ist für deren Umwandlung zu Glykogen in der Leber verantwortlich. Dadurch sinkt der Glukosespiegel im Blut.
  • Sein Gegenspieler, das Glukagon, sorgt für die Freisetzung von Glukose aus den Reserven in der Leber und den Muskeln. Die Konzentration von Glukose im Blut wird entsprechend erhöht.

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