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Rund-um-die-Uhr-Glukosemessung 19.05.2011    

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Mit der Rund-um-die-Uhr-Glukosemessung ist es für den Diabetiker noch einfacher, seinen Zucker im Auge zu behalten – auch beim Sport.
Auch wenn Diabetes mellitus eine chronische Erkrankung ist, können Betroffene dennoch ein weitgehend normales Leben führen. Voraussetzungen sind eine gute Einstellung und eine aktive Mitarbeit des Patienten. Diese beginnt bei einer gesunden Lebensweise mit ausgewogener Ernährung und viel Bewegung, geht über Diabetesschulungen und mündet in einer konsequenten und regelmäßigen Blutzuckerselbstkontrolle.

So wichtig die Selbstkontrolle auch ist – sie kann dem Diabetiker nur Momentaufnahmen seiner Blutzuckersituation aufzeigen. Kurzzeitige Unter- oder überzuckerungen, die langfristig bereits gesundheitliche Schäden nach sich ziehen können, werden nicht immer entdeckt. Die Lösung bietet jetzt die innovative Rund-um-die-Uhr-Glukosemessung: Mit ihr kann zu jeder Zeit eine lückenlose überwachung der Glukosewerte erfolgen, selbst in der Nacht.

Am laufenden Band statt nur stichprobenartig
Das Prinzip ist einfach: Eine feine und flexible Sensornadel wird in das Unterhautfettgewebe eingeführt. Hier bleibt sie bis zu 72 Stunden und misst kontinuierlich den Glukosewert. Ein kleiner Transmitter, der auf der Haut befestigt ist, empfängt die Werte aus dem Sensor und schickt sie per Funk an einen handlichen kleinen Monitor. Die Werte werden alle fünf Minuten aktualisiert und die Kontrolle der Glukosewerte ist dadurch so unkompliziert, wie ein Blick auf die Armbanduhr. Dem Diabetiker eröffnen sich dadurch ganz neue Einblicke in seinen Glukosestoffwechsel. Er kann immer wieder zwischendurch auf den Monitor schauen und sofort sehen, wie sein Glukosewert reagiert – in stressigen Situationen, nach dem Essen, während des Sports oder auch in Ruhe.

Zuckeralarm!
Aber die kontinuierliche Glukosemessung bietet noch mehr. Sie kann auch kleine Schwankungen aufdecken, die eventuell unentdeckt geblieben wären: Nimmt das Gerät eine Unter- oder überzuckerung wahr, schlägt es Alarm – zu jeder Tages- und Nachtzeit. Das Risiko für Entgleisungen des Zuckers, besonders die gefürchteten schweren Unterzuckerungen, können so deutlich reduziert werden. Der Diabetiker wird frühzeitig gewarnt und kann schnell Gegenmaßnahmen ergreifen, wie zum Beispiel Traubenzucker essen. Gelegentlich nehmen Diabetiker eine Unterzuckerung nämlich erst dann wahr, wenn der Wert so niedrig ist, dass bereits Bewusstlosigkeit droht.

Solide Datenbasis
Wenn ein Diabetiker besser versteht, was in seinem Körper vor sich geht, kann ihn das motivieren, sich bewusster mit seiner Krankheit auseinander zu setzen und verantwortungsvoller mit sich selbst umzugehen. Die kontinuierliche Glukosemessung kann ihm dabei helfen. Aber auch für den Arzt bietet sie wertvolle Erkenntnisse: die gemessenen Werte werden über einen Zeitraum von bis zu drei Wochen gespeichert. Der Arzt kann sie anschließend auswerten und erhält damit ein aussagekräftiges Glukoseprofil des Patienten. Er kann sehen, wie der Glukosespiegel tagsüber und nachts verläuft und wie der Diabetiker auf Belastungen in seinem Alltag reagiert. Auf dieser Basis kann er die Einstellung seines Patienten gegebenenfalls anpassen und optimieren.

Die Messgeräte werden bislang noch in ausgewählten Kliniken und Praxen eingesetzt. Um das Gerät optimal nutzen zu können, werden die Patienten zunächst von einem Arzt geschult, bevor sie es privat erwerben können. Wie bei jeder Diabetestherapie, ist für den optimalen Erfolg die regelmäßige Zusammenarbeit von Arzt und Patient wichtig.

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