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Operationen an Herz und Gefäßen: Besserer Schutz vor neurologischen Schäden mit Cerebraloxymetrie 19.05.2011    

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Durch die Überwachung der regionalen Sauerstoffversorgung können Hirnschäden vermieden werden
Eine große Operation an Herz oder Gefäßen ist nicht ohne Risiko, denn die Belastung für den Körper, vor allem für den Kreislauf, ist dabei sehr groß. Bei Herzoperationen mit Herz-Lungen-Maschine steigt die Gefahr von Hirnschäden¹, insbesondere bei Frauen, älteren Menschen und Diabetikern. Einer der Gründe: Das Gehirn erhält während des Eingriffs trotz künstlicher Beatmung nicht genügend Sauerstoff. Dadurch sterben Zellen ab, es kann zu Gedächtnisstörungen, Koma und im schlimmsten Fall zum so genannten unblutigen Schlaganfall kommen. Menschen, die sich von einer Operation Besserung erhofft haben, werden unerwartet zum Pflegefall.

Bessere Überwachung der Sauerstoffversorgung
Seit wenigen Jahren ist nun ein innovatives Verfahren auf dem Vormarsch, mit dem sich Hirnschäden durch Sauerstoffmangel bei Operationen effektiver verhindern lassen: die Cerebraloxymetrie. Sie stellt andere Methoden zur Überwachung der Sauerstoffversorgung des Gehirns hinsichtlich Handhabung und Zuverlässigkeit in den Schatten. Studien zeigen, dass sie den Anteil derjenigen, die durch einen herzchirurgischen Eingriff (hier: Koronare Bypass-Operation) teils dauerhafte Schädigungen am Gehirn erleiden, von fast 13 auf 2 Prozent senken kann² - für die Patienten ein enormer Zugewinn an Sicherheit!

Das nicht-invasive Verfahren funktioniert nach einem ebenso einfachen wie sicheren Prinzip: Der Arzt überwacht die Sauerversorgung des Gehirns anhand der Farbintensität der roten Blutkörperchen. Denn helle Blutkörperchen transportieren mehr Sauerstoff als dunkelrote. Zur Kontrolle werden zwei Sensoren an der Stirn der Patienten angebracht. Sie senden völlig ungefährliches, rotes und infrarotes Licht durch den Schädel in die Großhirnrinde. Dort treffen sie auf die roten Blutkörperchen in den Gefäßen und werden von ihnen je nach Grad der Sauerstoffsättigung unterschiedlich stark reflektiert. Die Sensoren geben diese Information an einen Computer weiter, wo sie verarbeitet und dem Arzt zeitnah über einen Monitor angezeigt werden. Dieser kann einen plötzlichen Sauerstoffmangel sofort erkennen und entsprechende Maßnahmen einleiten.

Hirnschäden vermeiden
Patienten können dank der Cerebraloxymetrie besser vor unnötigen neurologischen Folgeschäden nach Operationen geschützt werden. In Deutschland setzen inzwischen rund 70 Kliniken die Überwachung der regionalen Sauerstoffsättigung des Gehirns ein. Die Geräte, die grundsätzlich für jede größere OP sinnvoll sind, kommen derzeit hauptsächlich in Herzzentren zur Anwendung. Wem eine Operation an Herz oder Halsschlagader (Carotis) bevorsteht, dem empfiehlt Aktion Meditech, sich beim behandelnden Arzt oder direkt im Krankenhaus danach zu erkundigen, ob die Cerebraloxymetrie dort eingesetzt wird.

¹ http://idw-online.de/pages/de/news?print_1&id=100645
² Murkin J.M., Monitoring Cerebral Oxygen Saturation, Anesth Analg 2004 7 (6), 515.

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