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Hörfunkservice: Informationen zum grauen Star 19.05.2011    

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Der Graue Star ist wie ein Schleier über dem Leben
Diagnose Grauer Star - kein Grund zur Verzweiflung!
Grauer Star (medizinisch: Katarakt) ist eine langsam fortschreitende Alterserscheinung, die aufgrund ihrer Häufigkeit als Volkskrankheit gilt. Falls Sie nicht mehr ganz jung sein sollten und Ihre Umwelt wie durch einen leichten Schleier oder Nebel wahrnehmen, stellt Ihr Augenarzt vermutlich die Diagnose Grauer Star.
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Gesunde Augenlinse in der Nahaufnahme

Katarakt bezeichnet die Eintrübung der ursprünglich klaren Augenlinse, die durch eine altersbedingte Verlangsamung des Stoffwechsels entsteht. Unser Auge ähnelt einer Kamera: Die unmittelbar hinter der Pupille liegende Augenlinse ist wie das Objektiv für die Schärfe der Bilder verantwortlich. Durch Eintrübung der Linse - bedingt durch die Ablagerung gelbbrauner Substanzen - verlieren die Bilder an Intensität und Farbe. Im Alltag bedeutet dies eine erhebliche Einbuße an Sehvermögen:
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Eingetrübte Augenlinse eines Kataraktpatienten
Die Buchstaben der Tageszeitung verschwimmen unleserlich vor Ihren Augen, es wird anstrengend, den Sinn des Artikels zu erfassen. Nachweislich besteht ein Zusammenhang zwischen altersbedingtem Sehverlust und geistiger Leistungsfähigkeit. Bleibt der Graue Star unbehandelt, kann er zur völligen Erblindung führen.


Grauer Star: Fakten...
Grauer Star: Vorurteile ...
Alterserscheinung
Grauer Star ist ansteckend
Kontinuierlich fortschreitende Sehstörung, die nicht heilbar ist
Linsentrübung ist Folge von Überarbeitung und Überanstrengung
Erblindungsursache Nr. 1 in Entwicklungsländern
Es wächst ein Häutchen über dem Auge
Trübung der Augenlinse
Staroperation: Entfernen der natürlichen Linse und Implantation einer Kunstlinse



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Kleiner Eingriff - große Wirkung
Leider gibt es keine Medikamente oder Augentropfen, die den Grauen Star heilen. Wirklich erfolgreich ist nur eine Augenoperation. Aber keine Angst - der Eingriff zählt heute zu den häufigsten und schonendsten Operationen weltweit. Allein in Deutschland werden jährlich rund 600.000 Staroperationen erfolgreich durchgeführt - für Augenchirurgen ein Routine-Eingriff mit einer Komplikationsrate unter 5 Prozent. Die unter örtlicher Betäubung durchgeführte "Staroperation" dauert weniger als zwanzig Minuten. Wenn Sie es wünschen, können Sie bereits am Operationstag nach Hause gehen. Die meisten Patienten sagen hinterher: "Wenn ich gewusst hätte, dass es so harmlos ist, hätte ich es schon längst machen lassen!"


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Was passiert während der Operation?
Nach der örtlichen Betäubung setzt der Arzt einen sehr kleinen Schnitt von ca. drei bis sechs Millimetern. Durch die Öffnung wird die eingetrübte Augenlinse mittels Ultraschall verflüssigt bzw. zerkleinert (Phakoemulsifikation) und abgesaugt. Dabei achtet der Chirurg darauf, dass die Linsenkapsel unversehrt bleibt. Sie umgibt schützend die Augenlinse und dient auch als "Trägerin" der neuen Linse. Durch die Öffnung wird nun die künstliche Linse in die Kapsel eingesetzt und mit kleinen Bügeln verankert. Das Verfahren ist so schonend, dass der winzige Schnitt nicht vernäht werden muss: Er schließt sich von selbst.


Operationserfolg hängt von optimaler Kunstlinse ab
Für das Ergebnis der Operation ist die Wahl der geeigneten Kunstlinsenart von großer Wichtigkeit. Heute gibt es Linsen aus starrem Plexiglas oder faltbare aus Acryl, Silikon oder Hydrogelen. Elastische Linsen haben den Vorteil, dass sie durch allerkleinste Operationsschnitte eingesetzt werden können. Spezielle Linsenkantenprofile minimieren Blendungseffekte und Nachstar (eine Komplikation, die auftreten kann, wenn nicht alle Linsenzellen vollständig entfernt wurden): Innovative Intraokularlinsen senken die Nachstarrate von ursprünglich 50 Prozent auf unter fünf Prozent! Lassen Sie sich von Ihrem Arzt ausführlich beraten, um den optimalen Linsentyp für Ihre persönlichen Bedürfnisse herauszufinden.

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"Intelligente" Linsen
Mittlerweile gibt es eine neue Generation künstlicher Linsen, die mit ihren intelligenten optischen Eigenschaften die Lebensqualität von Menschen mit Grauem Star enorm verbessern.

  • Mit Multifokallinsen (Mehrstärkenlinsen) sehen Sie sowohl in der Ferne, im mittleren Bereich, als auch in der Nähe scharf. Diese Linsen ahmen die Funktionsweise der natürlichen Augenlinse nach ("Pseudoakkommodation"). Mit einer solchen Linse sind Sie mit großer Wahrscheinlichkeit nie wieder auf eine Brille angewiesen!
  • Asphärische Linsen verbessern Ihr Kontrastsehen. Durch die spezielle Wölbung bündeln die Linsen alle einfallenden Lichtstrahlen in einem Punkt - Streulicht tritt nicht mehr auf. Im Alltag, z.B. im Straßenverkehr, bietet Ihnen das verbesserte Kontrastsehen mehr Sicherheit.
  • Neu sind außerdem die Blaufilterlinsen. Mit ihrer gelbe Färbung imitieren sie die Pigmentierung der natürlichen Linse und schützen die Netzhaut vor dem schädlichem blauen Licht, das zu altersabhängiger Makuladegeneration (AMD) führen kann.




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Wichtig für Star-Patienten: Aktive Information
In Deutschland führen über 140 öffentliche Kliniken, rund 280 Privatkliniken und 300 ambulante Operationszentren Staroperationen durch. Die Eingriffe entlasten das Gesundheitssystem nachhaltig und sind sehr wirtschaftlich. Monofokale Standardlinsen kosten etwa 200 Euro, Multifokallinsen bis zu 600 Euro. Hinzu kommen Operationskosten von 450 bis 700 Euro. Die Gesamtkosten betragen mit allen Vor- und Nachuntersuchungen bis zu 2.000 Euro. Da die Star-Operation eine medizinisch notwendige Maßnahme ist, übernehmen alle Krankenkassen die Kosten. Darin enthalten ist jedoch nur eine Standardlinse - innovative Lösungen wie die Multifokallinse werden nur von einigen privaten Krankenkassen bezahlt. Bezieht man ein, dass innovative Linsen z.B. durch Reduzierung von Nachstar oder durch Vermeidung von Gleitsichtbrillen ein enormes Einsparpotenzial haben, ist die Erstattungssituation schwer nachvollziehbar. Problematisch: Es gibt derzeit keine Möglichkeit für gesetzlich versicherte Patienten, durch eigene Zuzahlung eine bessere Linse zu finanzieren! Nach dem Motto "Alles oder nichts" müssen sie den Eingriff oft komplett selbst bezahlen!

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Doch auch innerhalb der Standardversorgung gibt es Unterschiede. Manche Kliniken verwenden aus Budgetgründen veraltete Linsen, andere bieten auch bessere Modelle an.

Aktion Meditech empfiehlt allen Patienten, denen eine Staroperation bevorsteht:

  • Lassen Sie sich gut beraten, welche Linse die für Sie optimale ist
  • Informieren Sie sich aktiv, ob diese Linse in der Einrichtung angeboten wird, in der Sie sich operieren lassen wollen
  • Fragen Sie ggf. bei Ihrer Krankenkasse an, ob bessere Lösungen möglich sind


Weitere Informationen finden Sie unter:

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